Kirchheim

In Kirchheim steppt der BärRandnotiz

Sommerferien haben was von Stillstand, von Innehalten. Zumindest was viele Innenstädte angeht: Nicht enden wollende Staumeldungen machen klar, dass viele Familien in den Urlaub fahren, Restaurants und Läden schließen, Kulturprogramme pausieren.

Mancherorts werden bewusst Akzente gesetzt. Um nur ein paar willkürlich herausgegriffene Beispiele zu nennen: Esslingen feiert sein Zwiebelfest (zehn Tage lang) und zeitversetzt das Kino auf der Burg (ebenfalls zehn Tage). Göppingen hat vor allem das Fest im Park (vier Tage), Stuttgart unter anderem sein Sommerfest (vier Tage). Kurz ist was los im Städtle, dann kehrt wieder schläfrige Stille ein.

Nicht so in Kirchheim. In dieser Kleinstadt pulsiert das sommerliche Leben. Vom ersten Schluck, der auf dem Weindorf am 4. August ausgeschenkt wurde, bis zum letzten Abspann des Sommernachtkinos am 4. September ist nonstop was los, zeitweilig laufen beide Veranstaltungen parallel – mit wachsender Mundpropaganda über die Kreisgrenzen hinaus und gegenseitig befruchtender Wirkung. Da schlemmen Gäste aus Nachbarkreisen auf dem Weindorf und werden aufs Kino aufmerksam, da genießen Cineasten den einen oder anderen Streifen und freuen sich auf den nächsten Abend, den sie im Weindorf verbringen werden. Und wenn sie schon mal da sind, nehmen sie auch gleich andere Ausgehoptionen unter die Lupe. Den Schlusspunkt setzt am letzten Ferienwochenende das beliebte Mitternachtsshopping, das heuer wieder mit dem Oldtimerfliegertreffen einhergeht.

Es ist einfach so: In Kirchheim steppt der Bär.IRENE STRIFLER

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