Kirchheim

Insekten sterben

Randnotiz von Antje Dörr zum Kampf gegen Stubenfliegen

Dass es draußen auf Wiesen und Äckern immer weniger summt und brummt, das bestreitet mittlerweile keiner mehr. Außer Herr Trump vielleicht. Hier im Haus ist vom Insektensterben gar nichts zu spüren. Ganz im Gegenteil. Ständig landen Stubenfliegen auf unseren Nasen, gerne auch dann, wenn wir gerade in der Telefonkonferenz sitzen. Das ist lästig. Und ein bisschen peinlich. Schließlich lebt man ja nicht im Kuhstall. Die Kinder finden’s lustig. „Guck mal, Mama, da heiraten gerade zwei Fliegen!“ Ja, ja, wirklich sehr romantisch. Wo ist nochmal der Muggabatscher? Weil vom vielen Patschen schon der Arm schmerzt, hat der Mann jetzt diese gelben Klebedinger gekauft, die von der Decke baumeln. Womit wir wieder beim Kuhstall wären. Und auch beim Insektensterben. Das findet jetzt in unserer Küche statt.


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