Kirchheim

Italienischer Schmelz trifft auf englischen Pop

Musik Das Akkordeonorchester des ZAV nahm das Publikum in der Johanneskirche mit auf eine musikalische Reise.

Das Akkordeonorchester erhielt beim Benefizkonzert verdient viel Applaus.Foto: Edwin Hoffmann
Das Akkordeonorchester erhielt beim Benefizkonzert verdient viel Applaus. Foto: Edwin Hoffmann

Kirchheim. Pfarrer Christian Lorösch strahlte, und er hatte allen Grund dazu: Die vielen Gäste des Benefizkonzerts in der Johanneskirche in Ötlingen erlebten wahrhaft eine akustische und optische Wohlfühlatmosphäre, geschaffen durch das Akkordeonorchester des ZAV Kirchheim.

Dirigentin Claudia Petrow hatte für das Konzert vorwiegend Liedbearbeitungen und Kompositionen ihres Mentors und Dozenten Hans-Günther Kölz ausgewählt. Wie sich herausstellte, eine gute Wahl, denn Kölz gehört zu den aktuell beliebtesten Arrangeuren und Komponisten. Ähnlich wie Kölz ist auch Wolfgang Ruß mit seinen Arrangements ein Garant dafür, den Geschmack eines modernen Publikums zielsicher zu treffen, und so zeigte die musikalische Eröffnung „A Night like this“ unmissverständlich die Richtung an, in der das Orchester sich an diesem Abend bewegen wollte.

Gastmusikerin bei diesem Konzert war Isabell Diez, die im Wechsel mit dem Orchester sang, begleitet am Klavier durch Jörg Dobmeier. Die 22-jährige Ötlingerin singt seit ihrer Kindergartenzeit mit großer Begeisterung und hat ihre Stimme durch Gesangsunterricht auf ein bewundernswertes Niveau fortentwickelt. Ihre ausschließlich auf Italienisch vorgetragenen klassischen Weisen von Antonio Vivaldi, Georg Friedrich Händel und anderen Komponisten handelten von Sehnsucht und unerfüllter Liebe in vielen Facetten. Obwohl die wenigsten im Publikum des Italienischen mächtig waren - dem Pianisten Dobmeier gelang es mit launigen Erklärungen, dem Publikum ein amüsiertes Lächeln zu entlocken ob dieser von Schmerz und Verzweiflung erfüllten Texte aus dem 17. Jahrhundert.

Nach der musikalischen „Italienreise“ machte das Akkordeonorchester mit dem russischen Potpourri „Zwischen Don und Wolga“ einen kleinen Abstecher hin zu traditionellem osteuropäischem Liedgut, kehrte dann jedoch mit „Three Roses“, einem Musical-Mix und „No Words in the World“ zurück zum modernen Offbeat-Sound. Mit zwei Titeln der legendären Popgruppe Queen verabschiedete sich das Orchester, erntete verdient viel Applaus und bekam noch eine kleine Überraschung zum Abschluss: Pfarrer Christian Lorösch schenkte jedem Musiker eine Rose als Dankeschön.

Die Spenden des Benefizkonzertes gehen je zur Hälfte an das Akkordeonorchester und die Kirchengemeinde der Johanneskirche, die den Betrag ihrem Förderverein für Jugendarbeit zur Verfügung stellt. Stephanie Reusch

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