Kirchheim

Jugendliche haben immer mehr Gesprächsbedarf

Hilfe Die „pro familia“-Beratungsstelle in Kirchheim ist jetzt unter anderem auch über die sozialen Medien erreichbar.

Die Berater der Kirchheimer "pro familia". Foto: pr

Kirchheim. „Keine Schule, keine Freunde treffen - echt blöd dieses Corona“ - so lautete das Resümee eines Mädchens einer Wohngruppe, in der die Sexualpädagogin Kath­rin Wagner von der Kirchheimer „pro familia“-Beratungsstelle nun nach langer Zeit ihr Projekt weiterführen konnte.

Ein intensiver Austausch mit den Sexualpädagogen der Kirchheimer Beratungsstelle „pro familia“ bleibt den Jugendlichen derzeit aufgrund der Corona-Krise aber weiterhin verwehrt. Bis Schuljahresende sind keine Workshops möglich. Joa­chim Elger, Psychologe und Sexualpädagoge, der mit seiner Kollegin Kath­rin Wagner sonst mehrmals in der Woche in Schulklassen unterwegs ist, findet das schade: „Sexualpädagogisch zu arbeiten, bedeutet, Kindern und Jugendlichen einfühlsam und fachkundig Wissen und Unterstützung in sexuellen Lernprozessen anzubieten.“

Die Berater der „pro familia“ haben deshalb reagiert und andere Wege gesucht, um mit den Jugendlichen in Kontakt zu kommen. Neuerdings sind sie daher in der Sprechstunde per Telefon, Chat, anonym oder nach Anmeldung auch persönlich erreichbar - ebenso über ihren Facebook- und Instagram-Account. Aber auch Eltern und Lehrer können sich an die Berater wenden. Für Schulen besteht die Möglichkeit, die gesammelten Fragen über eine digitale Pinnwand beantwortet zu bekommen. pm

Die „pro familia“-Beratungsstelle ist telefonisch erreichbar unter 0 70 21/36 97

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