Kirchheim

Kirchheim investiert in Brandschutz

Sicherheit Zwei Jahre vor dem geplanten Umzug baut die Stadt in der Teck-Realschule noch eine neue Brandmeldeanlage ein.

Symbolbild

Kirchheim. In gut zwei Jahren soll die Kirchheimer Teck-Realschule auf den Rauner-Campus ziehen. Die spätere Nutzung des heutigen Gebäudes an der Aichelbergstraße ist noch nicht geklärt - außer dass die Grundschule in dem Komplex bleiben wird. Die Frage, die sich daraus für die Teck-Realschule ergibt, ist die, ob die Stadt überhaupt noch etwas in das alte Gebäude investiert. Auch die Eltern verhalten sich deswegen erst einmal abwartend mit Neuanmeldungen.

Sicherlich wird die Stadt in den verbleibenden zwei Jahren aus dem sprichwörtlichen Ackergaul kein Rennpferd mehr machen. Trotzdem investiert sie noch in die Sicherheit. Eigentlich war geplant, in den Pfingstferien im ganzen Gebäude funkvernetzte Rauchwarnmelder zu installieren, wie Bürgermeister Günter Riemer berichtet: „Der Auftrag war bereits erteilt. Dann kam uns aber die Rückmeldung eines Brandschutzgutachters dazwischen. Nach der Aussage, die ich habe, würde die Lautstärke der Rauchmelder nicht ausreichen.“ Für privat genutzte Gebäude und Wohnungen seien die funkvernetzten Geräte wohl ausreichend, nicht aber für eine Schule.

Deshalb plant die Stadt Kirchheim jetzt, eine Brandmeldeanlage einzubauen. Das soll so schnell wie möglich umgesetzt werden. „Wir sind mit Hochdruck dran“, sagt Günter Riemer. Ähnliches gilt für neue Brandschutztüren, die teilweise bereits eingebaut sind.

Schulleiter bedauert „Schieflage“

Der Rektor der Teck-Realschule, Dr. Ralf Streicher, bestätigt die Angaben des Bürgermeisters: „Die Stadt will und tut, so nehme ich das wahr.“ Aber „gewisse Dinge gehen eben nicht schneller“. Durch die Brandschutztüren soll die Schule in noch kleinere Abschnitte unterteilt werden. Eine weitere Aufgabe bestehe darin, die Kippfenster im Dach wieder öffnen zu können. Deren Funktion als Rauchabzug könne im Ernstfall sehr wichtig werden. Auch die Türdichtungen werden sukzessive erneuert, sodass sich der Rauch im Brandfall nicht so schnell ausbreiten kann. Die Amok-Alarmierung sei bereits erfolgreich getestet worden. Ralf Streicher sagt zum Ergebnis: „Das ist so laut, dass einem die Ohren abfallen. Aber im Ernstfall ist das sicher ganz gut so.“

Was er bedauert, ist die „Schieflage“, in die seine Schule derzeit als bauliches Auslaufmodell geraten ist. „Dabei ist die Stimmung an der Schule wirklich gut. Wir haben gutes Personal und lauter nette Schüler.“ - Vielleicht ziehen die Anmeldezahlen ja im nächsten Schuljahr spürbar an. Eltern denken in solchen Fällen eher per­spektivisch. Bei der Freihof-Realschule war das in der Umbauphase ähnlich. Im zweiten Baujahr hatte sich dort aber schon wieder ein Boom abgezeichnet. Andreas Volz

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