Kirchheim

Kirchheim startet das Großprojekt „Campus Rauner“

Anstelle der alten Turnhalle entsteht in den kommenden Monaten das „Lernhaus 1“ für die Gemeinschaftsschule

Wo rohe Kräfte sinnvoll walten, kann bald ein Neubau sich gestalten: Dem Abriss der Turnhalle folgt der erste Bauabschnitt des „
Wo rohe Kräfte sinnvoll walten, kann bald ein Neubau sich gestalten: Dem Abriss der Turnhalle folgt der erste Bauabschnitt des „Rauner-Campus“.Foto: Markus Brändli

Die alte Sporthalle der Raunerschule muss weichen: Ihr Abriss ist der Startschuss für den Neubau des „Campus Rauner“ – das Kirchheimer Großprojekt.

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Andreas Volz

Kirchheim. Die schweren Maschinen setzen ein deutliches Zeichen: Im Rauner tut sich was. Doch bevor die richtige Aufbruchstimmung ausbrechen kann, geht es erst einmal um den Abbruch. Zunächst ist es die alte Schulsporthalle, die Platz zu machen hat für den Bau des „Lernhauses 1“. Zwölf Klassenzimmer sollen dort entstehen, einschließlich Kursräumen zur Differenzierung und Lernateliers. Beim „Lernhaus 1“ handelt es sich um den ersten Bauabschnitt des Großprojekts, für das im Oktober 2015 Gesamtkosten von 27,3 Millionen Euro veranschlagt worden waren.

Der Bauzeitenplan ist so „sportlich“, wie es dem Standort entspricht, der mehr als fünf Jahrzehnte lang dem Sport vorbehalten war: Nicht mehr ganz fünf Wochen, dann soll der Abriss komplett abgeschlossen sein. Für Ende September ist bereits der Spatenstich vorgesehen. Die gesamte Bauzeit soll beim ersten Abschnitt gerade mal ein starkes Jahr in Anspruch nehmen: von Oktober 2016 bis Dezember 2017 oder auch Januar 2018. In anderthalb Jahren also könnte die Gemeinschaftsschule, die an der Raunerschule im Entstehen ist, mit drei Klassenstufen die ersten neuen Räume beziehen.

Kurz darauf soll bereits der zweite Bauabschnitt beginnen – der Neubau des „Lernhauses 2“, mit 18 Klassenzimmern. Wenn auch dieser Abschnitt beendet ist – was wohl irgendwann im Sommer 2020 der Fall sein dürfte –, kann der Umzug der Teck-Realschule an den neuen Standort erfolgen. Von da an verdient der „Rauner-Campus“ seinen Namen erst richtig, denn erst dann sind auf dem Campus im Rauner zwei Schulen unter einem Dach vereint.

In die umgekehrte Richtung zieht es die Grundschule: An der Raunerschule selbst gibt es im kommenden Schuljahr nur noch die Klassen 3 und 4. Im Schuljahr 2017/18 bekommt der Begriff „Abschlussklasse“ für die Viertklässler eine ganz besondere Bedeutung: Sie sind dann die letzten Grundschüler an der Raunerschule. Der Schulbezirk der Raunergrundschule wird endgültig Vergangenheit. Aufgeteilt werden die Grundschüler zwischen der Konrad-Widerholt-Schule und der bisherigen Raunerschulen-Außenstelle in der Aichelbergstraße: Am 1. August ist diese einstige Außenstelle nominell in den Rang einer eigenständigen Schule erhoben worden. Nicht mehr nur unter der Hand, sondern ganz richtig heißt sie jetzt „Teck-Grundschule“.