Kirchheim
Kirchheimer Freibadsaison gestartet: Rein ins kühle Nass

Freizeit Im Kirchheimer Freibad kehrt im dritten Corona-Jahr wieder Normalität ein. Etwa 120 Kinder sollen in dieser Saison in den Genuss eines Schwimmkurses kommen. Von Antje Dörr

Spontan ins Freibad gehen: Was zwei Sommer lang undenkbar schien, ist in der dritten Freibadsaison seit Beginn der Pandemie endlich wieder möglich. Die Erleichterung darüber ist nicht nur bei den Badegästen, sondern auch bei den Verantwortlichen mit Händen zu greifen. 

Martin Zimmert, Geschäftsführer der Stadtwerke, und Robert Berndt, Pressesprecher der Stadt Kirchheim, rasseln die Maßnahmen herunter, die zwei Jahre lang das Badevergnügen getrübt und dem Bäderpersonal einiges an Mehrarbeit beschert haben – und die nun, trotz immer noch hoher Corona-Zahlen, erst einmal passé sind. Masken, gerne. Abstand, ja. Aber kein Hygieneblock von 12 bis 14 Uhr, in dem das Freibad geschlossen war, weil das Bäderpersonal alles desinfizieren musste. Keine Beschränkung auf 1200, später im Jahr auf 1600 Badegäste pro Tag. Keine Kontaktnachverfolgung. Auch die Gummibändchen, mit denen der Zugang zu den Becken kontrolliert werden musste, sind verschwunden. Alle Wasserattraktionen wie Sprungturm, Wasserpilz und Rutschen sind wieder uneingeschränkt geöffnet. Online-Tickets, eine Errungenschaft der Corona-Zeit, sind zwar weiterhin auf der Freibad-Homepage verfügbar. Das Zahlen an der Kasse oder an den Automaten ist aber ebenfalls möglich.

 

Es hakt bei den Ausbildern.
Tina Steinrück, Bäder-Managerin zu der Frage, warum nicht mehr Schwimmkurse angeboten werden.

 

Geöffnet hat das Kirchheimer Freibad seit dem 1. Mai – zum ersten Mal seit drei Jahren wieder planmäßig, und nicht pandemiebedingt verspätet. Immerhin 270 Badegäste haben den Saisonstart an jenem Sonntag trotz Temperaturen deutlich unter 20 Grad gefeiert. Der besucherstärkste Tag war bislang der vergangene Mittwoch mit 1346 Menschen, bei Sonne und warmen Temperaturen. „An richtig heißen Tagen ohne Gewitterwarnung kommen 3500 bis 4000 Menschen ins Freibad. Das kommt vielleicht zwei bis drei Mal im Jahr vor“, sagt Martin Zimmert. 

Die Kinder können sich in diesem Jahr gleich über zwei Spielplätze freuen: Den alten namens „Manta im Algenmeer“, und den neuen keine zehn Meter davon entfernt. Der alte Spielplatz sollte eigentlich längst weg sein, weil dort das neue Planschbecken gebaut werden soll. „Wir warten aber noch auf den Zuschuss“, sagt Martin Zimmert. Weil der Baustart an diesem Zuschuss hängt, und die Kinder nicht ohne Spielgeräte dastehen sollten, ist der Neue vorausschauend errichtet worden. 

Auch Schwimmkurse wird es in der laufenden Freibadsaison geben. Geplant seien 20 Stück, sagt Bäder-Managerin Tina Steinrück. Circa 120 Kinder werden somit die Chance haben, im Kirchheimer Freibad ihr Seepferdchen-Abzeichen zu machen. Die Stadtwerke kooperieren mit der DLRG und dem VfL, auch das Bäderpersonal führe Kurse durch, sagt Martin Zimmert. Die Anmeldung läuft über die Homepage der Stadtwerke und des Freibads. Wartelisten gibt es nicht. Die Planung ist noch nicht ganz abgeschlossen, der erste Schwimmkurs soll Ende Juni starten. Beim Anmelde-Start will sich Tina Steinrück noch nicht auf einen Tag festlegen. Voraussichtlich werde die Anmeldung in der Woche ab dem 30. Mai freigeschaltet. 

Dass 20 Kurse nicht reichen werden, um die Nachfrage zu bedienen, weiß Tina Steinrück heute schon. Die Bäder-Managerin würde gerne mehr Schwimmkurse anbieten, findet aber nicht genügend Personal. „Es hakt bei den Ausbildern“, sagt sie. 

 

Öffnungszeiten und Preise

Das Kirchheimer Freibad ist täglich zwischen 8.30 und 20.30 Uhr geöffnet. Dienstags und donnerstags ist ab 7 Uhr Frühschwimmen. Saisonende ist am 15. September. Im September schließt das Freibad schon um 19 Uhr. 

Die Preise bleiben in der Saison 2022 gleich. Erwachsene zahlen 4,50 Euro, Mütter oder Väter mit Kindern 6 Euro. Informationen zu den Preisen gibt es auf der Homepage www.stadtwerke-kirchheim.de.