Kirchheim

Kirchheimer Initiative: „Das Kino lebt – immer noch“

Kultur Der Verein „Kommunales Kino Kirchheim“ wirbt bei einem Treffen für ein neues Lichtspielhaus in der Teckstadt. Die generelle Tendenz in Baden-Württemberg sei postiv für Kinobetriebe.

Das Kino am Postplatz braucht unter anderem statt der vorhandenen Feuerleiter eine Feuertreppe.  Archivfoto: Carsten Riedl

Die Aktiven im Verein „Kommunales Kino Kirchheim“ haben Mitglieder des Kirchheimer Gemeinderats und Stadtoberhaupt Dr. Pascal Bader zu einem Informationsaustausch in den Büchereisaal eingeladen. Reiner Hoff lieferte in seiner „Kinobilanz 2023“ Ermutigendes: „Die wichtigen Kennzahlen zum Kinobestand sind 2023 stabil geblieben: Die Zahl der Standorte und der Spielstätten ist leicht gestiegen. Im Mai 2024 hat es in Baden-Württemberg 191 Kinobetriebe gegeben. 63 davon werden als Kommunale Kinos oder „nichtgewerbliche Spielstellen“ betrieben - zusätzlich sind sieben im Aufbau oder vor der Wiedereröffnung.“

 

Kirchheim hat im Moment gar kein Kino, und das darf nicht so bleiben.
Der Verein Kommunales Kino Kirchheim in einem Statement
 

An 123 Kinostandorten im Land würde es – so der Vorstandssprecher vom LKK Ba-Wü - mindestens ein Kino geben. 86 Städte und Gemeinden hätten nur noch ein einziges Kino. Im Vergleich stehe Kirchheim gerade nicht gut da: 28 Kommunen im Land mit weniger Einwohnern als Kirchheim und 32 Städte zwischen 30.000 und 60.000 Einwohnern hätten mindestens ein Kino

„Kirchheim hat im Moment gar kein Kino – und das darf nicht so bleiben“ stellten Günter Hörcher, Thomas Meyer-Weithofer und Frank Bachmann vom Vorstand des Vereins „Kommunales Kino Kirchheim“ fest.“ Zu dieser Aussage gab es keinen Widerspruch bei den anwesenden Gemeinderätinnen und -räten fast aller Fraktionen ebenso wenig beim Oberbürgermeister. Im Gegenteil: Marc Eisenmann (SPD) betonte die Notwendigkeit der Wiederbelebung des Kirchheimer Kinos in Gestalt eines Kommunalen Kinos. Er fragte OB Bader, ob die Stadtverwaltung das Brandschutzgutachten denn schon in Auftrag gegeben habe. Bader bejahte und stellte die Ergebnisse „in einigen Wochen“ in Aussicht.

Bettina Schmauder (Freie Wähler) machte deutlich, bei aller Befürwortung des Projekts müsse am Ende der Gemeinderat auf der Grundlage der notwendigen Investitionen beschließen. Dieter Franz Hoff (CDU) war es wichtig, dass sämtliche finanziellen Fördermöglichkeiten ausgeschöpft werden. Heinrich Brinker (Kirchheim.Sozial) betonte, die Stadt könne es nicht verantworten, das Gebäude am Postplatz „zehn Jahre oder länger leer stehen zu lassen“. Wenn sich so viele Ehrenamtliche für die Nutzung des Gebäudes als Kino engagieren würde, sei dies eine Ressource, die genutzt werden sollte.

Manfred Machoczek (Bündnis 90/Die Grünen) fragte, ob es neben der Nutzung als Kino alternative Nutzungskonzepte für das Gebäude gäbe. Die eindeutige Antwort von Vereins-Aktiven und OB Bader lautete: „Das Brandschutzthema wird sich bei jeder Nutzung stellen“. Moderatorin Susanne Meyder-Nolte freute sich über die gute Gesprächsatmosphäre und die Aufbruchsstimmung. Die Veranstaltung beendete sie mit der Hoffnung: „Das Kino von Bürgerinnen für Bürgerinnen lebt – hoffentlich bald wieder auch in Kirchheim.“ pm

Zu einem konstruktiven Austausch trafen sich OB Pascal Bader mit den Mitgliedern des Vereins Kommunales Kino und Gemeinderätinnen und -räten der Stadt Kirchheim. Foto: pr