Kirchheim

Kommentar: Kleider machen Leute

Du bist, was Du isst. Dieser Spruch spiegelt den Trend zur bewussten Ernährung, der längst in vielen Köpfen Einzug gehalten hat. Immer weniger Menschen ist egal, unter welchen Bedingungen Hühner gehalten wurden, die die Eier für den Frühstückstisch legten. Eine nicht geringe Anzahl von Bürgern setzt auf regionale Produktion, egal, ob es sich um tierische oder pflanzliche Produkte handelt.

Die Argumente sind dieselben, die auch für nachhaltige Mode sprechen: Umweltfreundlichkeit durch geringe Transportwege und teils biologische Produktion, faire Bedingungen für Produzenten, aber auch für Tiere, Sicherung der oft kleinen Erzeuger in der Region und vieles mehr.

Bei der Mode tut sich das Thema Nachhaltigkeit schwer, die Köpfe zu erobern. Zwar setzen sich Modemessen und Modelabels zunehmend damit auseinander. Doch die Gesellschaft versteht unter Trend überwiegend angesagte Farben und Schnitte. Beim Shoppingbummel geht es eher um Style und Design als um Nachhaltigkeit.

Das dürfte sich in den nächsten Jahren ändern. Bei wachsender Sensibilität gegenüber dem Thema Klima- und Umweltschutz werden sich immer mehr Verbraucher beim Kauf auch mit den Hintergründen der Produktion befassen. Nur zu! Der örtliche Handel ist gewappnet, er hält nachhaltige Labels bereit, auch Secondhand gibt‘s überall. Regional oder fair produziert, qualitativ hochwertig und ressourceneffizient sind wichtige Schlagworte. Wer sich daran orientiert, zeigt durch seinen Kleidungsstil seine Einstellung.

Kleider machen Leute! Irene Strifler

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