Kirchheim

Krämermärkte sollen wieder stattfinden

Stadtleben Die Kirchheimer Sozialdemokraten fordern nachvollziehbare Regeln für Sondermärkte und Marktbeschicker.

Krämermarkt
Krämermarkt

Kirchheim. Die Kirchheimer SPD spricht sich in einer Pressemitteilung gegen die generellen Absagen von Monatsmärkten und dem Gallusmarkt durch die Stadtverwaltung aus. Aufgrund vieler Nachfragen von in ihrer Existenz bedrohten Marktbeschickern mit der Bitte um Unterstützung, haben sich die SPD-Gemeinderatsfraktion und der SPD-Ortsverein kürzlich getroffen, um dieses Thema zu diskutieren.

Der SPD-Landtagsabgeordnete Andreas Kenner hat zu diesem Thema bereits eine Anfrage an die baden-württembergische Landesregierung gestellt. Die Antwort lasse den Städten und Gemeinden durchaus den Spielraum, unter Einhaltung von Hygiene- und Abstandsvorschriften nicht nur Obst-und Gemüsemärkte zu gestatten.

Marc Eisenmann, Fraktionsvorsitzender der SPD im Kirchheimer Gemeinderat, sieht die Möglichkeit, die traditionellen Kirchheimer Monatsmärkte analog zu den Wochenmärkten stattfinden zu lassen. Bei einer Vergrößerung der Fläche für die Marktstände wäre es bei Einrichtung einer Einbahnregelung durchaus möglich, die traditionsreichen Kirchheimer Krämermarkte abzuhalten.

Stadträtin Marianne Gmelin verwies darauf, dass mit einem zielgerichteten Hygienekonzept der Wiederdurchführung der beliebten Kirchheimer Märkte basierend auf der aktuellen Corona-Verordnung nichts mehr im Wege stehen dürfte. Bei Bedarf stünden ja schließlich auch noch der Postplatz und der Schlossplatz als zusätzliche Fläche zu Verfügung, zeigt sich Stadträtin Tonja Brinks überzeugt.

Existenzen im Blick haben

Stadtrat Stefan Gölz zeigte in der Debatte auf, dass die Kirchheimer Fußgängerzone bei sonnigem Wetter vor allem samstags auch ohne Krämermarkt stark frequentiert ist. Dasselbe gelte auch werktags für den Wochenmarkt. Nicht nachvollziehen kann derweil Andrea Helmer-Denzel vom Ortsvereinsvorstand das Argument, dass ein Obst- und Gemüse- sowie Blumenmarkt weniger Infektionsrisiko birgt als ein Krämermarkt.

Für Tonja Brinks ist es wichtig, dafür zu sorgen, dass bei aller Vorsicht in Anbetracht der Corona-Pandemie der ganze Berufsstand der Marktbeschicker mit ihren Familien ihre Existenz nicht verlieren. Hieran sollte auch eine Sonderlösung speziell für Kirchheimer Marktbeschicker am EU-Recht nicht scheitern, ergänzte Marianne Gmelin. pm

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