Kirchheim

Kreisbau spendet 100 mal 100 Euro für Ecuador

Gerhard Müller (Mitte) nimmt den Scheck - frisch unterschrieben von Bernd Weiler und Georg Hörmann - entgegen. Foto: Markus Brän
Gerhard Müller (Mitte) nimmt den Scheck - frisch unterschrieben von Bernd Weiler und Georg Hörmann - entgegen. Foto: Markus Brändli

Kirchheim. Heimat zu schaffen, ist seit 100 Jahren das Ziel der Kreisbaugenossenschaft Kirchheim-Plochingen: Heimat für Menschen, die ein Dach über dem Kopf brauchen. Die Genossenschaft selbst baut zwar „nur“ in der Region, in der sie verwurzelt ist. Aber zum Jubiläum unterstützt sie ein vergleichbares Projekt in den Anden. In Ecuador sollen in drei Gemeinden auf über 3 000 Metern Höhe zehn junge Maurer ausgebildet werden, die dann gleich vor Ort für die Sanierung sowie für den Aus- und Neubau von Wohnraum sorgen. Außer Öfen werden auch Toiletten und Waschräume gebaut.

Dabei handelt es sich um eines von drei Jubiläumsprojekten der DESWOS - Deutsche Entwicklungshilfe für soziales Wohnungs- und Siedlungswesen. Der Verein wurde vor 50 Jahren gegründet und hat seither über 400 Wohnbauprojekte in Asien, Afrika und Lateinamerika unterstützt. 61 Millionen Euro hat der Verein dafür ausgegeben, und 250 000 Menschen haben davon profitiert, wie Gerhard Müller, ehrenamtlicher DESWOS-Generalsekretär beim Kreisbau-Jubiläumsabend in der Kirchheimer Stadthalle erläuterte.

Die Mitarbeiter der Kreisbaugenossenschaft hatten sich im Vorfeld für das Projekt in Ecuador entschieden. Gerhard Müller konnte deshalb in Kirchheim einen Spendenscheck entgegennehmen, mit einem Betrag von 10 000 Euro. Die Kreisbaugenossenschaft spendet damit „Hundert im Quadrat“ - oder, wie es Vorstandssprecher Bernd Weiler ausdrückte: „Nach 100 Jahren wollen wir für jedes einzelne Jahr 100 Euro übergeben, um dieses Projekt in Ecuador zu fördern.“

Das Motto von DESWOS lautet: „Wir schaffen Heimat - weltweit“. Die Kreisbau hat dasselbe Ziel, nur agiert sie normalerweise eben nicht global. Andreas Volz

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