Kirchheim

Kurzarbeit steigt drastisch an

Aktuell verzeichnet die Agentur für Arbeit eine erfreulich niedrige Arbeitslosenquote trotz des grauen Winters. Laut dem Teckboten vom 6. März 1993 sah die Quote damals nicht ganz so rosig aus: Die Wirtschaft erfuhr eine rapide Talfahrt. Das führte zu Kurzarbeit in einigen Bereichen. Im Bezirk Göppingen waren vor allem der Straßenfahrzeugbau, der Maschinenbau und die Elektrotechnik betroffen. Die frühere Leiterin des Kirchheimer Arbeitsamts, Irene Krissler, war sich sicher, dass die Baubranche folgen würde. Viele Arbeitnehmer wussten zu der Zeit nicht, wie sie ihre Wohnungen und Häuser abbezahlen sollten. Auf gerademal 205 freie Arbeitsplätze kamen 2 235 Arbeitslose. Auch fehlten die finanziellen Mittel für Arbeitsbeschaffungs-, Fortbildungs- und Umschulungsmaßnahmen. Aufgrund der schlechten Situation lag die Arbeitslosenquote im Februar 1993 im Bezirk Göppingen bei 5,3 Prozent, in Kirchheim stieg sie auf 5,1 Prozent an. Heute sieht es zum Glück anders aus: Im Bezirk Göppingen und Esslingen sind Ende Februar 3,4 Prozent arbeitslos, in Kirchheim sind es nur 3,1 Prozent. Das liegt am guten Arbeitsmarkt. Im Februar gibt es etwa 11 897 freie Stellen.io


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