Kirchheim

Die Spieleexpertin empfiehlt: Don Carlo, ein kurzweiliges Kartenspiel für Kombinierer

Ab heute gibt Teckboten-Spieleexpertin Tanja Liebmann in loser Reihenfolge Tipps für alle, die gern spielen - oder sich dazu verleiten lassen wollen. Heute geht es um das Kartenspiel "Don Carlo".

Foto: Tanja Liebmann
Foto: Tanja Liebmann

Karten abzulegen, die in Summe eine bestimmte Zahl ergeben - das gehört zu den Knackpunkten beim locker-leichten Kartenspiel „Don Carlo“. Jede Kartenkombination steht für einen Agenten, und pro Ablageort können mehrere Agenten platziert werden. Im „Protzland 7“ - einem Ort, an dem die Summe Sieben abgelegt wird - können sich die Agenten „016“, „16“ und „0124“ tummeln. Nicht erlaubt ist, später erneut die Kombination aus „1“ und „6“ zu platzieren, denn pro Ort darf kein Agent doppelt vorkommen. Kniffelig ist, dass man umso mehr Punkte bekommt, je mehr Agenten bereits an einem Ort liegen. Wer seine Kartenkombination für Ort X zurückhält, um sie erst dann zu platzieren, wenn dort mehrere Agenten liegen, kann damit gut fahren. Doch welch ein Ärger, wenn ein Mitspieler eben genau jene aufgesparte Kartenkombination ausspielt, bevor man selbst am Zug ist! Zu beachten bleibt ferner die Tatsache, dass am Ende der Partie Punkte für Mehrheiten je Ort vergeben werden. Vier Punkte winken beispielsweise demjenigen Spieler, der in „Abstrusien 4“ die meisten Agenten platziert hat. Partien zu zweit sind besonders spannend: Wer hat am Ende die Nase vorn und kann sich einen Vorsprung sichern? Super ist, dass Kinder mit „Don Carlo“ spielerisch das Summen-Bilden üben. Da jeder Spieler das gleiche Set an Karten zur Verfügung hat und immer nur aus vier Karten wählen darf, können sich Taktiker insbesondere gegen Ende der Partie ausrechnen, welche Kombis noch machbar sind. Fazit: witzig illustriert und sehr unterhaltsam. tan

Don Carlo von Bernhard Lach, Uwe Rapp und Wolfgang Kramer, erschienen bei moses; 2 bis 4 Spieler ab acht Jahren, etwa 25 Minuten.


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