Kirchheim

Landratsamts-Neubau für 106 Millionen Euro

Der Landkreis wird 2017 seine Pläne für einen Neubau des Esslinger Landratsamtes vertiefen. Der Kreistag hat mit einem Grundsatzbeschluss gestern den Weg dafür frei gemacht. Im kommenden Jahr sollen rund 200 000 Euro in die Erstellung einer Machbarkeitsstudie fließen. Eine Analyse des Vaihinger Beraterbüros Drees & Sommer hatte schon im Juni ergeben, dass ein Neubau am bestehenden Standort wirtschaftlicher sei, als die Sanierung des bestehenden Gebäudes

Der Neubau soll 106 Millionen Euro kosten und und über fünf Jahre finanziert werden. Von 2021 bis 2025 sind dafür jährlich 25 Millionen Euro im Haushalt vorgesehen. Das bisherige Gebäude ist nicht nur saniergungsfällig, sondern auch zu klein. Die Verwaltung verzeichnete zwischen den Jahren 2011 und 2015 einen Zuwachs von 15 neuen Stellen pro Jahr, unter anderem durch neue Aufgaben in der Flüchtlingsarbeit. Bis 2020, so wird geschätzt, steigt die Zahl der Mitarbeiter in den Esslinger Pulverwiesen von 652 auf 725.

Der Schuldenberg im Landkreis soll durch den Neubau nicht weiter wachsen. Die Kreisverwaltung rechnet bis 2025 mit einem Schuldenstand von 197 Millionen Euro, soviel wie im Haushalt für 2017 vorgesehen. Bernhard Richter, Fraktionschef der Freien Wähler, hatte im Finanzausschuss erklärt, die Investition sei ohne neue Schulden zu bewältigen. Wenn man die Summe wie vorgesehen über 50 Jahre abschreibe, sagte Richter, „müssen wir gerade zwei Millionen Euro jährlich erwirtschaften.“bk

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