Kirchheim

Lebensmittel bekommen zweite Chance

Hilfe Die Initiative Food­sharing Kirchheim hat einen neuen „Fairteiler“ eingeweiht. Erstmals gibt es auch einen Kühlschrank.

Michael Breiter (rechts) von der Evangelisch-methodistischen Kirche, Heiko Weber und Maria Scheiding von Foodsharing.
Michael Breiter (rechts) von der Evangelisch-methodistischen Kirche, Heiko Weber und Maria Scheiding von Foodsharing. Foto: pr

Kirchheim. Die Initiative Foodsharing Kirchheim rettet seit einigen Jahren Lebensmittel vor der Mülltonne. Diese werden anschließend kostenfrei mit der Öffentlichkeit über sogenannte „Fairteiler“ geteilt. Seit Ende März ist in Ko­operation mit der Stadt Kirchheim ein weiterer Fairteiler mit Kühlschrank an der Evangelisch-methodistischen Zionskirche in der Armbruststraße in Betrieb.

„Vergangenes Jahr konnten wir die Anzahl der mit uns koope­rierenden Lebensmittelbetriebe mehr als verdoppeln“, erklärt Maria Scheiding, Foodsharing-Botschafterin des Bezirks Kirchheim. Der bestehende Fairteiler an der Sultan-Ahmet-Moschee in der Lohmühlegasse stieß deshalb mit seinem Platzangebot allmählich an seine Grenzen. „Wir hatten zudem bisher keine Möglichkeit, die bei den Abholungen geretteten Kühlwaren weiterzugeben. Der neue Standort mit Kühlschrank ist daher eine ideale Ergänzung zum bestehenden Angebot.“ Michael Breiter von der Evangelisch-methodistischen Kirche wurde über einen Facebook-Beitrag aufmerksam und bot daraufhin den Eingangsbereich der Zionskirche in der Armbruststraße als Standort an. „Wir engagieren uns schon seit längerer Zeit für nachhaltige Projekte, insofern passt Foodsharing hervorragend zu uns“, betont er.

Da der Standort zwar überdacht, aber ansonsten nicht wettergeschützt ist, wurde eine Umhausung für den Fairteiler benötigt. Die Stadt hat hierfür die Materialkosten übernommen, den Aufbau übernahmen die Lebensmittelretterinnen und -retter aus dem Bezirk. Der Kühlschrank wird vom Kirchheimer Gastronomen Michael Holz vorübergehend zur Verfügung gestellt.

Wöchentlich werden etwa 50 bis 80 Kilogramm gerettete Lebensmittel weitergegeben. Der Zuspruch ist enorm: In einer WhatsApp-Gruppe wird über neue Zugänge im Fairteiler informiert. „Meistens sind die Lebensmittel in kürzester Zeit komplett verteilt und bekommen so ihre zweite Chance“, freut sich Scheiding. Lediglich frisches Fleisch, Alkohol und Energydrinks sind im Fairteiler tabu. Interessierte können sich direkt an kirchheim-teck@food­sharing.network wenden. pm

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