Kirchheim
Leuze-Mitarbeiter zeigen viel Gefühl für Menschen in Not

Aktion Beim Owener Sensor-Spezialisten haben die Angestellten in Eigeninitiative Nahrungs- und Hygienemittel gesammelt und damit die Kirchheimer Tafel beliefert.

Kirchheim/Owen. Mit ihrer Weihnachtsspende haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Owener Sensor-Herstellers Leuze in diesem Jahr auf die aktuellen Krisen reagiert. Mit der Ukraine-Krise, der Inflation sowie den gestiegenen Energie- und Lebensmittelpreisen werden auch die Schlangen vor den Tafelläden immer länger. Die „Sensor People“, wie sich die Leuze-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter selbst nennen, haben deswegen entschieden, bis Weihnachten jede Woche für den Kirchheimer Tafelladen zu spenden. 

Seit Ende November steht im Eingangsbereich der Zentrale in Owen ein Gabentisch für die Spenden. Vor allem haltbare und originalverpackte Lebensmittel sind gefragt: Mehl, Zucker, Nudeln, Öl, Kaffee, Tee, Konserven, Babynahrung, Waschmittel und Hygieneprodukte aller Art geben die „Sensor People“ dort in schöner Regelmäßigkeit täglich ab.

Und dann kommen die Leuze-Azubis ins Spiel: Einmal wöchentlich bringen sie alle gespendeten Lebensmittel mit dem „Leuze mobil“ zum Tafelladen nach Kirchheim, der von Peter Schiewe vom DRK und Michael Holz geleitet wird. „Wir haben uns konkret für dieses Projekt entschieden, weil wir sehen, wie der Druck auf die Tafeln durch Krieg, Pandemie und Inflation immer größer wird“, sagt Leuze-Sprecherin Martina Schili. Die Firmenleitung ist auch mit im Boot: Neben dem eigenen Leuze-Honig und Schokonikoläusen legt sie den einen oder anderen Euro noch drauf.

In erster Linie ist es aber ein Mitarbeiterprojekt. Deren Engage­ment beschränkt sich aber nicht nur auf Lebensmittelspenden: Auch Geldspenden sind willkommen, dafür wurde eigens ein Sparschweinchen aufgestellt. Mit dem Geld werden von der Tafel fehlende Lebensmittel gekauft. „Wie engagiert alle bei uns mitmachen, ist schön zu sehen. Das Wichtigste ist aber, damit einen Beitrag zu leis­ten, diese schwere Zeit zu meis­tern“, sagt Martina Schili. pm