Kirchheim

Listen kommen und gehen - überall

Ortschaftsräte Lindorf muss noch aufs Ergebnis warten – ÖBI bleibt bei satter Mehrheit in Ötlingen – Naberns NWL erhält auf Anhieb drei Mandate – Freie Wähler und UBL teilen sich die Sitze in Jesingen. Von Andreas Volz

Sitze der Ortschaftsräte im Uhrzeigersinn: Nichts Neues gibt es bislang aus dem Lindorfer Rathaus (links oben) zu berichten, wo
Sitze der Ortschaftsräte im Uhrzeigersinn: Nichts Neues gibt es bislang aus dem Lindorfer Rathaus (links oben) zu berichten, wo es nur eine einzige Liste gab. In die Ortschaftsräte von Ötlingen und Nabern zieht jeweils eine neue Liste ein, in Jesingen gibt es nur noch zwei statt drei.Fotos: Jean-Luc Jacques

In Kirchheims Teilorten gibt es nach Auszählung der Ortschaftsratswahlen deutliche Veränderungen gegenüber 2014: Sowohl in Ötlingen als auch in Nabern ist eine Liste hinzugekommen. Dafür ist in Jesingen und Lindorf je eine Liste weggefallen.

Da es in Lindorf zuvor nur zwei Listen gegeben hatte, gelten dort nun ganz andere Wahlgesetze: Bei einer einzigen Liste greift die Mehrheitswahl. Das führt dazu, dass das Ergebnis nicht sofort zu ermitteln ist. Jeder Wähler konnte die Liste um die Namen beliebiger Mitbürger ergänzen. Nun muss also bei jeder dieser Personen geprüft werden, ob sie wählbar war. Zudem entscheidet bei Stimmengleichheit das Los über die Rangfolge. Für den Losentscheid wiederum muss der Gemeindewahlausschuss zusammentreten. Erst danach kann die Stadt Kirchheim ein offizielles Ergebnis verkünden.

Anders sieht es in Ötlingen aus: Dort liegt ein klares Ergebnis vor - auch wenn die Übermacht der Ötlinger Bürgerliste (ÖBI) bröckelt. Sie verliert erneut, bleibt aber bei einer satten Mehrheit: Mit 59,68 Prozent der Stimmen entfallen auf die ÖBI elf von 18 Sitzen. Vor fünf Jahren waren es noch 71,66 Prozent und 13 Sitze gewesen. Gewählt wurden von der ÖBI Birgit Schweiger (mit 2 283 Stimmen die neue Stimmenkönigin), Hermann Kik, Siegfried Stark, Timo Just, Susanne Appenzeller, Monika Barner, Stefanie Hiller-Daginnus, Claudia Hägele, Erich Joachim, Susanne Diez und Gundis Henzler. Die SPD/UBL-Liste hält mit 18,39 Prozent ihre drei Sitze, die Jochen Herzog, Marc Eisenmann und Svenja Brunhorn (neu) einnehmen. Auf 14,40 Prozent, aber gleichfalls auf drei Sitze (statt bisher zwei) kommt die CDU, mit Dr. Thilo Rose, Dr. Natalie Pfau-Weller (neu) und Christine Schwarzbauer. Neu hinzu kommt die FDP/FÖL-Liste, die 7,53 Prozent erhält und mit Stefan Kitzig im Ortschaftsrat vertreten ist.

Ebenfalls eine neue Liste hat Nabern zu bieten: Die Naberner Wählerliste (NWL) hat ihre 27,11 Prozent von der Allgemeinen Wählervereinigung (AWV) geholt, einen ihrer drei Sitze aber auch der SPD/UBL abgenommen. Die AWV erhält mit 37,57 Prozent vier Sitze, die an Rainer Kneile, Stefan Gölz, Kerstin Unger (neu) und Rainer Gall gehen. Für 35,32 Prozent gibt es für die SPD/UBL nur noch drei Sitze: für Stimmenkönigin Dorothee Lilienthal (1 015 Stimmen), für Linus Baum und Birgit Klenk. Steffen Barner, Christian Zaglauer und Thomas Gölz vertreten die NWL im Ortschaftsrat.

In Jesingen hat die CDU keine Liste mehr aufgestellt. 52,77 Prozent haben den Freien Wählern aber weiterhin nur sechs Sitze beschert: für Reinhold Ambacher (mit 1 655 Stimmen ganz knapp Stimmenkönig), Walter Feeß, Ralf Stolz, Matthias Frasch, Meike Renz (neu) und Ernst Daniel (neu). Die anderen sechs Sitze erhält die UBL für 47,23 Prozent. Sie gehen an Sascha Ebensperger (neu), Thomas Allmendinger, Sören Schäfer, Marianne Gmelin, Gabrielle Miehe (neu) und Nicole Orgon (neu).

Rathaus Nabern
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