Kirchheim

„Melodija“ singt Melodien aus Russland und Deutschland

Konzert In der Kirchheimer Auferstehungskirche hat der interkulturelle Chor sein zehnjähriges Bestehen gefeiert.

Der russisch-deutsche Chor „Melodija“ in Kirchheim besteht bereits seit zehn Jahren.Foto: pr
Der russisch-deutsche Chor „Melodija“ in Kirchheim besteht bereits seit zehn Jahren.Foto: pr

Kirchheim. Anlässlich seines zehnjährigen Bestehens hatte der russisch-deutsche Chor „Melodija“ in die Kirchheimer Auferstehungskirche eingeladen. Er bot den Gästen eine bunte Auswahl aus seinem russischen und deutschen Repertoire. Der Bogen spannte sich von „Kalinka“ über russische Romanzen und deutsche Schlager bis zur Vertonung von Gedichten des bekannten Lyrikers Sergei Alexandrowitsch Jessenin.

Die beiden Moderatorinnen Ludmila Keilmann und Natalia Ermisch nutzten den festlichen Anlass, um die Geschichte des Chors Revue passieren zu lassen: „Melodija“ wurde vor zehn Jahren gegründet, als sich sechs sangesfreudige Spätaussiedlerinnen zusammengefunden hatten. Sie wollten auch in ihrem neuen deutschen Alltag ihre vertrauten russischen Lieder singen, und so fanden bald wöchentliche Treffen im Kirchheimer Übergangswohnheim statt.

Nach und nach gesellten sich nicht nur Spätaussiedler, sondern auch einheimische Kirchheimer Sängerinnen und Sänger dazu, sodass aus dem kleinen Chor unversehens ein interkulturelles Projekt wurde. Dass nicht alle Chormitglieder die russische Sprache und die kyrillische Schrift beherrschen, ist dabei kein größeres Problem.

Der ungewöhnliche Chor ist im Lauf eines Jahrzehnts schon bei vielen Gelegenheiten in und um Kirchheim aufgetreten. Die Leitung von „Melodija“ hat die Musikpädagogin Tatjana Bekker, die in Kirgisien aufgewachsen ist. Begleitet wird der Chor am Bajan von Nina Schechtel, einer Musikpädagogin aus Novosibirsk, sowie von der Pianistin Ritta Naymark aus Baku, Aserbaidschan.rh

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