Kirchheim

Mit der schicken Regenkluft zum Museum

Rund 80 Motorradfahrer trotzen den Wetteraussichten bei der Jesinger Motorradtour

Seit 19 Jahren kommen Biker aus dem Mittleren Neckarraum zur Jesinger Motorradtour. Die ist schon lange das Biker-Event des Jahres.

Mit der schicken Regenkluft zum Museum
Mit der schicken Regenkluft zum Museum

Kirchheim. Die tolle Streckenführung und ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm bei der Jesinger Motorradtour haben sich in den Tourenfahrerkreisen der Motorradfahrer längst herumgesprochen. Mit 80 Bikern ging es dieses Mal an den Start.

Die Wetteraussichten waren alles andere als rosig. Regenschauer und Gewitter waren vorhergesagt. Trotzdem füllte sich am Ausflugstag ab 7  Uhr zusehends der Parkplatz am TSV-Heim in Jesingen. Alle waren gespannt, wohin sie die Reise in diesem Jahr führt, denn dies ist jedes Mal ein streng gehütetes Geheimnis der Veranstalter. Nach einer kurzen Begrüßung durch Mike Linz und Holger Bressmer mit ihren acht Tourguides wurden die Motorräder gruppenweise in gebührendem Abstand auf die Strecke geschickt. Vorher wurden allerdings noch die Regenkombis übergestreift, um gegen die Wetterkapriolen gewappnet zu sein.

So starteten die Gruppen ins Lenninger Tal hinein, um über Neuffen und den Glemser Stausee in Lichtenstein die Albhochfläche zu erklimmen. Dabei ging es über eine kleine Steige, die direkt zur Nebelhöhle führte. Vorbei an Sonnenbühl, einmal kurz den Hohenzollern erblicken, erreichten die Biker immer noch bei trockenem, aber kühlem Wetter Burladingen, um sich hier bei einer Kaffeepause wieder aufzuwärmen.

Es ging trocken weiter über Stetten am kalten Markt hinab ins schöne Donautal. Die Sonne ließ sich blicken und vergoldete die kurvenreiche Fahrt entlang der Donau bis kurz vor Sigmaringen. Entlang der Oberschwäbischen Barockstraße ging es Richtung Süden. Bis über Ostrach und Aulendorf der Zielort Bad Waldsee erreicht wurde. Als Höhepunkt des Tages stand ein Besuch des Erwin-Hymer-Museums auf dem Programm.

Für das warme Buffet zwängten sich die Biker sogar aus ihren Regenkombis, die bislang noch nicht zum Einsatz gekommen waren. Anschließend gingen die Teilnehmer gruppenweise zur Besichtigung ins Museum. Die Lust am Reisen wird in einer Zeitschiene von den ersten Wohnwagen und den dazugehörigen Automobilen bis zum neuesten Wohnmobil dargestellt. Die vielen Aktionsflächen luden zum Anfassen und Mitmachen ein. Somit war es für alle ein interessantes Erlebnis, die Reisemöglichkeiten einmal aus einer anderen Perspektive zu betrachten.

Pünktlich zur Weiterfahrt öffnete der Himmel erstmals seine Pforten und die Motorradfahrer zwängten sich sinnvollerweise wieder in ihre Regenbekleidung. Es braute sich ein richtiges Unwetter zusammen und die Regenmengen waren gewaltig. Da blieb nur eines: Nichts wie weg!

Auf kleinsten Straßen, mit Ortschaften, deren Name keiner kannte, umfuhren die Motorradfahrer Bibe­rach. Die Straßen waren schon wieder trocken, im Rückspiegel verschwanden langsam die schwarz-blauen Wolken, und die Sonne meinte es wieder gut mit den Bikern. So konnte man sich in Munderkingen im Straßencafé noch einen Kaffee gönnen, für den letzten Rutsch über Münsingen, Grabenstetten zurück nach Kirchheim.

Im Biergarten fand der traditionelle Abschluss statt, und den Teilnehmern wurde auch dieses Mal wieder ein Pokal überreicht für die Teilnahme an der Tour. Dagegen heimsten die Veranstalter viel Lob und Anerkennung für die tolle Tour und die Streckenführung ein.ml

Weitere Infos und eine Bildernachlese gibt es im Internet unter: www.jesinger-motorradtour.de

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