Kirchheim

Mit frischem Wind auf die offene See

Ausbildung Die ersten 45 Absolventen der neu gestalteten Ausbildung am Pädagogischen Fachseminar Kirchheim wurden feierlich verabschiedet. Ab jetzt sind sie Fachlehrkräfte für alle Schularten. Von Winfried Müller

Strahlend, aber auch mit etwas Wehmut: Die Absolventen nehmen ihre Urkunden entgegen.Foto: Torsten Wenzler
Strahlend, aber auch mit etwas Wehmut: Die Absolventen nehmen ihre Urkunden entgegen.Foto: Torsten Wenzler

An diesem Tag schloss sich der Kreis für die neuen Fachlehrkräfte für musisch-technische Fächer, den sie vor drei Jahren begonnen hatten. Ein Hauch von Wehmut lag über der Feierstunde in der historischen Schlosskapelle, galt es doch, bei aller Aufbruchsstimmung auch, lieb und vertraut gewordenen Menschen Lebewohl zu sagen. Die Seminarband unterstrich gefühlvoll diese Stimmung mit einem Klassiker der Rockmusik „Nothing else matters“.

In Anlehnung an eine Textzeile daraus hätte der Tenor der Veranstaltung auch heißen können: „offen für eine andere Betrachtungsweise und nichts anderes ist von Bedeutung.“ In seiner Begrüßung hob Dr. Matthias Molt, Sportbereichsleiter am Pädagogischen Fachseminar (PFS), hervor, dass mit dem heutigen Tag nun das Entgegenfiebern der neuen Tätigkeit in den Schulen die Oberhand gewinne gegenüber Abschiedsgefühlen. Für diese interessante, spannende Tätigkeit gab er ihnen die Gewissheit mit auf den Weg: „Mit Ihnen werden die Schulen verdammt gute Lehrer bekommen.“

Mit Blick auf die festliche Dekoration mit Wimpeln und Fähnchen griff der stellvertretende Seminarleiter, Klaus Buck, die Parallelen zwischen dem Auslaufen eines Schiffes und dem „in See stechen“ der frisch gebackenen Fachlehrkräfte auf. „Es war uns eine Freude, Sie bei uns aufnehmen und Sie bei der Weiterentwicklung Ihrer Fähigkeiten begleiten zu dürfen“, wandte sich Direktor Buck an die frischgebackenen Fachlehrer. Besonders faszinierend sei es, wenn aus dem Zusammenspiel unterschiedlicher, individueller Farbtupfer und persönlicher Stärken letztlich ein großes Gesamtwerk entstehe. „Tragen Sie diese Vielfalt in die schulische Welt, werden Sie auch zu Botschaftern unserer Ausbildung“, fasste Buck den zukünftigen Kurs der Lehrkräfte zusammen, der auf „offener See der rauen Schulwirklichkeit vielleicht auch gelegentlich Korrektur erfordere, um einen stabilen Kurs zu halten“.

Als symbolisches Zeichen, Samen zu streuen an den neuen Wirkungsstätten und Spuren zu hinterlassen, erhielten alle sogenannte „Samenbomben“, die während der Nachhaltigkeitswoche entstanden waren. Mit dem formalen Akt der Zeugnisübergabe sind alle Absolventen ab sofort staatlich geprüfte Fachlehrkräfte für musisch-technische Fächer mit einem breiten Einsatzspektrum an allen Schularten.

Drei schlossen mit Bestnoten ab und wurden mit einem Buchpreis ausgezeichnet: Nicole Betz, Ingrid Lieb und Nicole Muschel. Aus dem Verbreitungsgebiet des Teckboten haben die Ausbildung erfolgreich absolviert: Samuel Beck, Nicole Betz, Meike Binotto, Lea Friedmann, Martin Geister, Rouven Grotenbreg, Marcel Hölig, Raphael Holzmann, Christina Pehlivan, Patricia Lassak, Lisa-Maria Mitte, Ingrid Lieb, Katja Sequenzia, Dennis Trinklein und Thomas Uptmoor.

Mit launigen Worten dankte die Vertreterin des Ausbildungspersonalrats, Frauke Lutz, allen, „die versucht haben, uns etwas beizubringen“. Dazu übergab sie persönlich gestaltete Tassen, gefüllt mit einem „Überlebenspaket“ an das Lehrpersonal, das Sekretariat, den Hausmeister und den Reinigungsdienst. „ Wir denken gerne zurück“, lautete ihr Schlusscredo. Mit „Latinfeeling“ leitete die Seminarband mit dem Titel „Tico Tico“ über zum Fototermin und dem anschließenden Verweilen im Schlosshof, wo der Festakt stimmungsvoll ausklang.

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