Kirchheim
Mit hellen Stimmen direkt in die Herzen gesungen

Weihnachtskonzert der Musikschule Kirchheim hat in der vollbesetzten Ulrichskirche zugunsten der Weihnachtsaktion des Teckboten gepielt und das Publikum begeistert. Von Rainer Kellmayer

Seit vielen Jahren unterstützt die Musikschule Kirchheim die Weihnachtsaktion des Teckboten. Diese Tradition möchte die neue Musikschulleiterin fortsetzen: „Es ist für unsere Schülerinnen und Schüler beglückend, mit ihrer Musik anderen Menschen helfen zu können“, sagte Daniela Rathay, die seit dem Frühjahr an der Spitze der Musikschule steht. Zusammen mit ihrem Team hatte sie ein buntes Kaleidoskop festlicher Musik zusammengestellt: Barocke Pracht stand neben bekannten Weihnachtsliedern, und ein Haydn-Choral kontrastierte mit „ohrenschmausigen“ Melodien des walisischen Komponisten Karl Jenkins.

Ein Hauch von Nervosität war in der vollbesetzten Kirchheimer St. Ulrich-Kirche zu spüren: „Ich bin schon ganz aufgeregt“, sagte ein neunjähriges Mädchen vor seinem Auftritt, und auch die
 

Es ist für sie beglückend, mit ihrer Musik andern Menschen helfen zu können.
Daniela Rathay
sagt, was das Konzert für die Schülerinnen und Schüler besonders macht.
 

Eltern konnten eine gewisse Anspannung nicht verbergen. Kein Wunder, war es doch der erste große musikalische Auftritt ihrer Tochter.

Alle Akteure machten ihre Sache großartig: Die jungen Musikerinnen und Musiker waren ebenso begeistert bei der Sache wie die stimmkräftigen Choristen. Und als die Grundschulkinder des von Ulrike Tsalos geführten Chors „Singen Plus“ mit unbeschwerter kindlicher Freude „Zünde ein Lichtlein an“ vortrugen, sangen sie sich mit ihren hellen Stimmen in die Herzen der Zuhörer.

Klangprächtig hatte das Konzert begonnen. Von der Orgelempore herab verströmte das von Johannes Stortz geleitete Kirchheimer Posaunen Ensemble mit einer frühbarocken Paduana von Johann Hermann Schein und dem Choral „Wachet auf, ruft uns die Stimme“ bläserischen Wohllaut. Dem standen die jungen Herren des ebenfalls von Stortz betreuten „Teckbrass Quintetts“ in nichts nach, und auch das Hornensemble von Eduard Funk überzeugte bei Weihnachtsliedern und Joseph Haydns Choral „St. Anthony“ mit weicher Tonkultur.

Filigrane Querflöte

Filigrane Töne waren danach von einem Querflötenensemble zu hören. Bei der transparenten Wiedergabe eines Satzes aus Georg Friedrich Händels „Wassermusik“ spürte man, dass Annegret Martin ihre Mannschaft gut vorbereitet hat. Im von Takashi Otsuka geführten Liederorchester stellten sich die jüngsten Streicher der Musikschule mit traditionellen Weihnachtsliedern vor, und unter seinem Dirigat nahm sich das Sinfonieorchester - zusammen mit dem von Maria Martinéz vorbereiteten Hauptchor und den Curly Girls – dem Adiemus aus „Songs of Sanctuary“ von Karl Jenkins an. Nach der in wunderschönem a-cappella gesungenen Einleitung verschmolzen Orchester und Vokalisten zu einer klanglichen Einheit: Die ruhig schreitende Musik setzte einen wunderbaren Ruhepol im Programm des Weihnachtskonzerts.

Etwas fröhlicher wurde es, als Leroy Andersons „Highlights from a Christmas Festival“ erklang - als treffende Überleitung zum Finale. Hier wirkten nochmals alle Akteure mit, und das bei „O du fröhliche“ kräftig mitsingende Publikum sorgte für einen stimmungsvollen Ausklang des Weihnachtskonzerts.