Kirchheim

Nachbarn schlagen immer öfter Alarm

Tierwohl Seit Beginn der Pandemie werden mehr Verstöße gegen das Tierschutzgesetz gemeldet. Viele Probleme lassen sich mit Gesprächen lösen. Von Lena Bautze

Setzen Halter die Forderungen des Veterinäramts nicht um, werden die Tiere ins Tierheim gebracht. Symbolfoto: Jean-Luc Jacques
Setzen Halter die Forderungen des Veterinäramts nicht um, werden die Tiere ins Tierheim gebracht. Symbolfoto: Jean-Luc Jacques

Seit gut einem Jahr arbeiten mehr Menschen von zu Hause. Auf einmal nimmt man die eigenen vier Wände und die Umgebung ganz anders wahr, auch die Nachbarn und auch deren Tiere. Vielleicht merkt man jetzt erstmalig, wie oft der Hund von nebenan ...

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Vorsicht vor Billigwelpen

„Der Bedarf an Welpen ist so hoch wie schon lange nicht mehr“, sagt Veterinäramtsleiter Chris­tian Marquardt. Gerade jetzt kaufen viele auch online billige Hundewelpen. „Das ist problematisch, weil die Hunde oft unter dubiosen Umständen gezüchtet werden.“

Oft viel zu früh werden die Tiere von der Mutter getrennt, was laut Marquardt zu Störungen im Verhalten führen kann. Hunde sollten nicht vor der neunten und Katzen nicht vor der zwölften Woche abgegeben werden. „Je länger das Tier bei der Mutter bleibt, desto besser ist das für den späteren Familienzusammenhalt.“

Interessenten sollten skeptisch sein und keine Hunde von Autobahnraststätten, Discounter­parkplätzen und ähn­lichen zwielichtigen Übergabepunkten abholen. „Es gibt auch schon Händler, die sich extra eine Wohnung mieten, um seriöser zu wirken.“ Die Gewinnspanne für die Verkäufer sei fast so hoch wie beim Drogen- und Waffenhandel.

Vor Kurzem wurde in einer Esslinger Unterführung ein Welpe angeboten. Das Ordnungsamt hat den Hund beschlagnahmt und ins Tierheim gebracht. leba