Kirchheim

Netzwerken über den Tellerrand hinaus

Studienreise Das Kirchheimer Unternehmerinnen-Netzwerk „Frauen unternehmen“ informierte sich in Sankt Petersburg über frauengeführte Unternehmen und ein innovatives Kulturprojekt.

Informativ, aber auch lustig ging es beim Besuch Kirchheimer Unternehmerinnen in Russland zu.Foto: pr
Informativ, aber auch lustig ging es beim Besuch Kirchheimer Unternehmerinnen in Russland zu.Foto: pr

Kirchheim. Auf die Reise gemacht hat sich das Kirchheimer Unternehmerinnen-Netzwerk „Frauen unternehmen“. Ziel war die ehemalige Zarenstadt Sankt Petersburg, mit fünf Millionen Einwohnern die nördlichste Metropole der Welt. Für alle Teilnehmerinnen war es der erste Aufenthalt in Russland.

Die Unternehmerinnen waren beeindruckt von den prachtvollen Bauten entlang der Newa und den vielen Kanälen, die Sankt Petersburg den Titel Venedig des Nordens eingebracht haben.

Die kompetente russische Reisebegleiterin konnte die historischen Ereignisse der Zarenzeit genauso lebendig vermitteln, wie die vielen technischen Details der großartigen Bauwerke dieser Stadt, die auf Sumpfland gegründet wurde. Ein Höhepunkt war der Besuch eines frauengeführten Unternehmens. Beindruckend war die engagierte junge Ärztin Ekaterina Belyaeva. Sie hat sich vor vier Jahren selbstständig gemacht und eine Hautklinik gegründet. Die Jungunternehmerin hatte die Netzwerkerinnen zum Gespräch eingeladen.

In netter Atmosphäre wurden Erfahrungen in Bezug auf Gründung, Unternehmensführung und Marketing in Ost und West ausgetauscht. Hierbei wurde festgestellt, dass über Kultur und Landesgrenzen hinweg der Weg zum eigenen Unternehmen ein sehr ähnlicher ist. Ekaterina Belyaeva war beeindruckt von der Vielfalt des Kirchheimer Netzwerkes und ist nun motiviert, ein ähnliches Netzwerk in Sankt Petersburg zu etablieren.

Ebenfalls nutzten die Unternehmerinnen die Gelegenheit, sich über ein innovatives Kulturprojekt zu informieren. Im Hinterhof einer ehemaligen Brotfabrik entsteht eine multikulturelle Kunststätte. Ein unscheinbares Schild am Haustor lässt kaum vermuten, dass sich hinter den grauen Mauern einer der beliebtesten Begegnungspunkte der Stadt verbirgt: 3 000 Quadratmeter auf fünf Etagen mit innovativen Ausstellungsräumen, Alternativ-Boutiquen, Cafés und einem Hostel mit 50 Zimmern.

Der Blick über den europäischen Tellerrand hinaus und viele Höhepunkte und Impulse dieser beeindruckenden Reise werden den Unternehmerinnen noch lange im Gedächtnis bleiben.pm

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