Kirchheim

Ofenkacheln als Zeitzeugen

Kirchheim. Ein Großteil der von der Kirchheimer Stadtarchäologie zutage beförderten Zeugnisse des mittelalterlichen und neuzeitlichen Alltags sind Ofenkacheln.

Der Archäologe der Universität Würzburg Harald Rosmanitz referiert am Sonntag, 2. Oktober, um 19 Uhr im Städtischen Museum im Kornhaus zum Thema: „Ofenkacheln aus Kirchheim – bedeutende Handwerkskunst aus der Gotik, der Renaissance und dem Barock“

Obwohl oft nur bruchstückhaft erhalten, ermöglichen die Kacheln einen spannenden Blick auf Lebensgewohnheiten und Denkweisen aus dem 15. bis 18. Jahrhundert. Zeiten, aus denen oft nur wenige Schrift-zeugnisse erhalten sind. Anhand von Lichtbildern haucht Rosmanitz diesen meist unscheinbaren Relikten Leben ein. Dass Kirchheim spätestens seit dem 14. Jahrhundert eine wichtige Rolle beim Fernhandel zwischen Schwaben und dem Oberrhein zukam, lässt sich beispielhaft an den kleinen Reliefs auf den Kacheln verdeutlichen. pm

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