Kirchheim

Ohne Sirenen kein Alarm

Panne Missverständliche Kommunikation war nur ein Problem, warum gestern keine Warnung in Kirchheim zu hören war.

Teckboten-Archivbild: privat

Region. Gestern sollten bundesweit um 11 Uhr die Sirenen aufheulen. Doch nicht überall hörten die Bürger die Warnung. Auch in Kirchheim war es still, was auch Robert Berndt vom Rathaus in Kirchheim wunderte: „Wir waren selbst gespannt, was passiert.“ Doch der Grund, warum die Kirchheimer nichts von der Warnung mitbekommen haben, ist simpel. „Kirchheim hat kein Sirenen- system mehr, da darf man sich auch nicht wundern, wenn sie nicht auslösen“, sagt der Esslinger Kreisbrandmeister Bernhard Dittrich. „Kommunen, die Sirenen haben, haben auch was gehört“, schildert er die Situation. Die Mitarbeiter des Kirchheimer Rathaus wussten natürlich, dass die Stadt keine Sirenen hat, gingen jedoch davon aus, dass das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BKK) sich um die Verbreitung des Warngeräusches kümmern wird. „Wir müssen auf jeden Fall noch unsere Hausaufgaben machen und uns besser mit der Feuerwehr und dem Katastrophenamt auseinandersetzen“, sagt Robert Berndt.

Als eine missverständliche Kommunikation sieht es auch Amtsleiter Günther Kern aus Lenningen. „Wir hätten nicht gedacht, dass die Warnung nur über die Sirenen und über Apps kommt.“ Zwar gibt es auf dem Feuerwehrhaus in Gutenberg noch eine Sirene. Diese ist, so wie die anderen der Kommune, jedoch abgeklemmt. „Dafür sind doch Übungen da, dass man es beim nächsten Mal besser machen kann“, sagt Bernhard Dittrich.

Besser sollte auch die Funktion der Warnapp „Nina“ werden. „Ich habe erst um 11.31 Uhr die Katastrophenmeldung erhalten, und gerade mal nach neun Minuten kam schon die Entwarnung“, sagt Bernhard Dittrich. Der Amtsleiter hat wenigstens beide Meldungen erhalten - viele bekamen keine oder nur die Entwarnung auf ihr Smartphone gesendet. Wie es seitens des BKK heißt, gab es Schwierigkeiten beim Auslösen der Mitteilungen. leba

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