Kirchheim

Polymedics strengt sich fürs Klima an

Umwelt Das Kirchheimer Unternehmen nimmt an der Initiative Klimafit Esslingen teil und hat schon vieles umgesetzt.

Die Firma Polymedics forscht in Sachen Hautersatz und will dies klimaneutral tun. Foto pr

Kirchheim. Das Medizinprodukteunternehmen Polymedics Innovations (PMI) will bis 2030 CO2-neutral produzieren. Um die für dieses Ziel notwendigen Maßnahmen zu identifizieren, nimmt PMI an der Initiative Klimafit Esslingen teil. Ziel dieses Förderprogramms des baden-württembergischen Umweltministeriums ist es, Wirtschaftsbetriebe an unternehmerischen Klimaschutz heranzuführen und sie bei der Reduktion ihrer CO2-Emissionen zu unterstützen. Gearbeitet wird in regionalen Konvois. Eines davon ist Klimafit Esslingen, an dem sich PMI zusammen mit fünf weiteren Unternehmen beteiligt. Einer der regelmäßigen Workshops fand jüngst bei PMI statt. Vergangene Woche fanden sich alle Projektmitglieder bei PMI zu einem der regelmäßigen Workshops ein.

Auch Dr. Pascal Bader, Oberbürgermeister der Stadt Kirchheim, war zu Gast und erläuterte die Anstrengungen der Verwaltung auf dem Weg zur Klimaneutralität. „Unser Ziel lautet, den Wärmeverbrauch bis 2040 um 34 Prozent zu senken.“ Auch das Thema Mobilität betrifft Kommunen wie Unternehmen gleichermaßen: Der Verkehrssektor sorgt für die zweitgrößte Emission an CO2 und ist für Unternehmen in unterschiedlicher Form überlebenswichtig. Die Bäckerei Scholderbeck, Projektpartner bei Klimafit Esslingen, muss ihre Bio-Backwaren in die Filialen und damit tagtäglich zum Kunden transportieren. PMI liefert seine synthetischen Hautersatzprodukte in Kliniken weltweit, damit Ärzte Brandopfer und Wundpatienten behandeln können. Auch die Filharmonie in Filderstadt ist auf Mobilität angewiesen: Es braucht Menschen, die beweglich sind, um Konzertsäle zu füllen.

Ziel jedes teilnehmenden Unternehmens ist es, zum Projektabschluss einen Maßnahmenplan zu entwickeln, um die eigene CO2-Bilanz zu senken. PMI-CEO Christian Planck: „Das ist Voraussetzung, um das Audit im Sommer zu ‚bestehen‘ und das Zertifikat zu erhalten. Das wiederum ist ein Baustein auf unserem Weg, bis 2030 klimaneutral zu produzieren.“

Klimafreundlicher reisen

Flugreisen sind bei PMI ein Aspekt, der ebenso genauer betrachtet werden will wie die Energiekosten im Gebäude: „In unserem 2023 eingeweihten Firmengebäude haben wir Maßnahmen zur nachhaltigen Energiegewinnung und zur Energieeffizienz umgesetzt.“ So verfügt das PMI-Gebäude im Kirchheimer Hegelesberg über eine Photovoltaikanlage und wird mittels Geothermie beheizt. „Der notwendige Energieeinsatz für unser gesamtes Gebäude liegt 45 Prozent unter dem eines herkömmlichen Gebäudes.“ Selbst die Abwärme der Produktionsanlagen wird wieder verwendet. pm