Kirchheim

Raphael Fellmers Projekt „Yunity“: Teilen weltweit

Essen teilen. „Foodsharing“ ist Raphael Fellmers erstes großes Teil-Projekt. 2012 gegründet, wurden über die Internet-Plattform nach eigenen Angaben mehr als vier Millionen Kilo Lebensmittel gerettet. Deutschlandweit vernetzen sich „Essensretter“ und treffen Abhol-Vereinbarungen mit Läden. Auch Privatleute können eigene Vorräte, die sie selbst nicht mehr brauchen, online zur Abholung bereitstellen.

Leben ohne Geld. Der 33-jährige Berliner kam durch seinen Geldstreik aufs Lebensmittelretten. Fünf Jahre lang hat Fellmer sich und seine Familie mit gefundenem Essen über Wasser gehalten. Schließlich wurde aus der Not Leidenschaft. Inzwischen hat er seinen Streik beendet.Über seine Erfahrungen hat er ein Buch geschrieben. Jetzt lebt er in Kirchheim.

Schenkladen online. Bald wird Foodsharing eine weltweite Erfahrung. Mit einer Änderung: Künftig sollen nicht nur Essen, sondern auch Gegenstände oder Fähigkeiten online geteilt werden. Die Angebote landen in einem Pool, auf den immer wieder zugegriffen werden kann. Stellt einer beispielsweise ein Buch auf die Plattform, wird es ständig weitergegeben. Es macht quasi eine endlose Reise von einem zum nächsten Nutzer.

Workshop in Kirchheim. Noch bis Freitag tüfteln Aktivisten aus aller Welt an der dazugehörigen Software bei den „Wupp Days“ in Kirchheim. Die fertige, kostenlose Software namens „Yunity“ soll schließlich als eine Art Werkzeugkasten für die Initiatoren in anderen Ländern funktionieren. Wie genau sich die Länder im Endeffekt organisieren, bleibt ihnen selbst überlassen. Das Ziel ist es Menschen regional zu vernetzen und so die Ressourcen weltweit besser zu nutzen.

Voll im Trend. Das wirtschaftliche Prinzip zu teilen, auch „Share Economy“ genannt, gewinnt in Deutschland immer mehr an Bedeutung. Menschen teilen und leihen Fahrräder, Autos und andere Nutzgegenstände, die sie nicht ständig gebrauchen. Das Internet vereinfacht das. mona


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