Kirchheim

Raupen sorgen für Notarzteinsatz

Gesundheit Wegen Eichenprozessionsspinnern dürfen Kinder nicht in den Außenbereich des Westerbachkindergartens.

Fachleute müssen die Nester der gefährlichen Raupe entfernen. Archiv-Foto: Jean-Luc Jacques
Fachleute müssen die Nester der gefährlichen Raupe entfernen. Archiv-Foto: Jean-Luc Jacques

Kirchheim. Sie sind wieder unterwegs, die ungeliebten Eichenprozessionsspinner. Ab dem dritten Larvenstadium haben die Raupen kleine Härchen, um Feinde abwehren zu können. Die sind so leicht, dass sie der Wind forttragen kann. Treffen sie auf Menschen, lösen sie mitunter Reaktionen aus, beispielsweise auf der Haut oder in der Lunge. Dies ist im Westerbachkindergarten auf dem Schafhof passiert. Zwei Mal musste der Notarzt kommen, zwei Kinder hatten eine toxische Reaktion.

Manche Eltern fühlten sich von den Ämtern allein gelassen. Der Vorwurf: Es habe keine Informationen gegeben, weder von der Stadt noch vom Gesundheitsamt. Als Vorsichtsmaßnahme dürfen die Kinder nicht mehr in den Außenbereich des Kindergartens.

Die Stadt Kirchheim hat eine externe Firma mit dem Monitoring beauftragt. „Ab Mitte April jeden Jahres kontrolliert diese stichprobenhaft das Stadtgebiet auf Eichenprozessionsspinner“, heißt es dazu in einer Pressemitteilung. Als die Stadtverwaltung von den Raupen erfuhr, hat sie eine Firma beauftragt, die lästigen Tiere unschädlich zu machen. Zwischenzeitlich ist dies geschehen, die Nester sind entfernt. Nachkontrollen gibt es noch diese Woche. „Die Arbeiten müssen Fachleute erledigen“, heißt es weiter in der Mitteilung.

Die von den Raupen befallenen Bäume stehen nicht auf dem Grundstück des Kindergartens. Laut Aussage der Stadt wurden sowohl die Kindergartenleitung als auch die Kinder selbst bezüglich der Gefahren beim Kontakt mit Eichenprozessionsspinnern sensibilisiert. Iris Häfner

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