Kirchheim

Schilder sollen Chaoten abschrecken

Schulgelände Kirchheim will gegen das nächtliche Treiben auf manchen Pausenhöfen besser vorgehen können.

An Wochenenden werden Schulhöfe häufig zu Partyplätzen. Symbolbild

Kirchheim. Die auffälligste Veränderung an fast allen Kirchheimer Schulen dürfte im neuen Schuljahr die Beschilderung auf den Schulhöfen sein. Bürgermeister Günter Riemer zufolge stehen auf den Schildern „klare Hinweise, was man darf, zu welcher Zeit, und was man nicht darf“. Entstanden sei das in enger Absprache mit der Polizei. Vor allem für Polizisten sollen die Schilder eine Hilfe sein. Nicht, dass sie erst lesen müssten, was erlaubt ist, aber es dient ihnen als Handhabe: „Wenn sie jemanden zur falschen Zeit antreffen, können sie auf die Schilder verweisen und sagen ,Da steht’s‘.“

Generell macht sich die Stadt Kirchheim daran, Schulhöfe mit Toranlagen zu versehen, um sie einzufrieden. „Unsere Grundsatzentscheidung, die Schulhöfe offen zu lassen, wird zunehmend problematisch“, stellt Günter Riemer mit Bedauern fest. „Manche halten sich dort nachts und an Wochenenden auf - und sie verhalten sich so, dass es nicht mehr tolerierbar ist.“ Zu Alkohol- und Drogenkonsum geselle sich auch noch Vandalismus. Scherben und Vermüllung auf dem Schulgelände sind die Folge.

Ein Tor am Zugang hält natürlich längst nicht jeden davon ab, das Schulgelände zu betreten. Es ist ja meist nicht sonderlich schwer, ganz einfach drüberzuklettern. Aber auch hierbei geht es um eine bessere rechtliche Handhabe: „Wer über ein geschlossenes Tor steigt, begeht Hausfriedensbruch.“

Begonnen werden soll am Ludwig-Uhland-Gymnasium und im Freihof. „Wir riegeln zu bestimmten Zeiten bestimmte Bereich ab“, sagt Bürgermeister Riemer. Er ist sich aber durchaus bewusst, dass das an manchen Schulen schwierig wird, weil das Schulgelände eben zu weiträumig ist und deswegen erst mit viel zu viel Aufwand einzuzäunen wäre.Andreas Volz

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