Kirchheim

Schnellere Hilfe bei Schlaganfall

Medizin Patienten mit einem größeren Gefäßverschluss können künftig jederzeit in der Medius-Klinik in Kirchheim behandelt werden und müssen nicht verlegt werden.

Je schneller ein Patient in einer „Stroke Unit“ ankommt, desto besser sind seine Genesungsaussichten.Foto: Britt Moulien
Je schneller ein Patient in einer „Stroke Unit“ ankommt, desto besser sind seine Genesungsaussichten. Foto: Britt Moulien

Der Schlaganfall ist in Deutschland nach Herz- und Krebserkrankungen die dritthäufigste Todesursache und die häufigste Ursache für bleibende Behinderung im Erwachsenenalter. Als Schlaganfall bezeichnet man eine akute Schädigung von Hirnarealen, die entweder infolge eines Gefäßverschlusses oder durch eine Hirnblutung entsteht.

Zeit ist Hirn

Sehr zügiges Handeln ist bei einem Schlaganfall von entscheidender Bedeutung. Je schneller ein Patient in einem spezialisierten Zentrum, das heißt in einer „Stroke Unit“ behandelt wird, desto besser sind die Genesungsaussichten.

Um eine bestmögliche Behandlung vor Ort zu gewährleisten, hat die Klinik für Neurologie der Medius-Klinik in Kirchheim ihr Leis- tungsspektrum erweitert. Neben der systemischen Thrombolyse, der intravenösen Gerinnselauflösung, können die Ärzte nun auch eine sogenannte Thrombektomie vornehmen, also das Gerinnsel mechanisch entfernen. Das bedeutet, dass Schlaganfallpatienten mit einem größeren Gefäßverschluss auch werktags am Standort Kirchheim behandelt werden können und nicht nach Tübingen verlegt werden müssen.

Die Schlaganfallstation „Stroke Unit“ unter der Leitung von Chefarzt Dr. Uwe Mauz wurde nach ihrer Erweiterung vom unabhängigen Prüfungsinstituts LGA InterCert GmbH der TÜV Rheinland Group erneut erfolgreich zertifiziert. Damit wird dem Zentrum in Kirchheim attestiert, eine hohe Qualität bei der Versorgung von Schlaganfallpatienten zu gewährleisten. pm

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