Kirchheim

Schüler verbreiten zwei Stunden Sommerlaune

Konzert Der LUG-Big-Band steht ein großer Umbruch bevor. Vorher lässt sie es noch mal richtig krachen.

Die LUG-Bigband. Foto: privat

Kirchheim. Dieses Jahr notgedrungen auf den Innenraum der Schule ausgewichen, kam dennoch richtiges Sommerflair auf: Eine Gast-Big-Band aus Plochingen, die schuleigene Big Band, weitere Musikgruppen und sogar eine Tanzgruppe des Kirchheimer Ludwig-Uhland-Gymnasiums (LUG) luden erstmals zum „Sommer-Jazz“ ein.

Den musikalischen Auftakt der Veranstaltung gestalteten die fünfzehn jüngsten Schüler des Abends, die als Junior-Band zeigten, dass man sich um den Band-Nachwuchs am LUG keine Sorgen machen muss. Erstaunlich sicher und präzise funktionierte das Zusammenspiel bei den beiden Titeln „Viva la vida“ und „Oye como va“.

Als erste Big Band übernahm die Gastformation des Abends die Bühne, deren Mitspieler ihre eigene Schulzeit zum Teil längst hinter sich gelassen hatten: In den vergangenen Monaten gruppierte sich um den Plochinger Musiklehrer Burkhard Wolf die „Plotown-Big-Band“, bestehend aus Ehemaligen und inzwischen Erwachsenen der Big Band des Plochinger Gymnasiums.

Die Band begeisterte bei ihrem Premierenauftritt im Ludwig-Uhland-Gymnasium mit toll ausgewählten Stücken und mitreißenden Grooves. Versierte Solisten wie die Saxofonisten Yannick Frey und Stefan Windisch oder Gitarrist Franz Landhäusser konnten ihre improvisatorischen Fähigkeiten in Titeln wie „Honk“ oder „One o’clock Jump“ zeigen. Selbst das LUG war in dieser Band prominent vertreten, stellte es doch mit ehemaligen Schülern die Bass-Posaune sowie den kompletten Trompetensatz um LUG-Musiklehrer Daniel Bucher, der selbst einige Soli beisteuerte.

Dass am LUG nicht nur musiziert, sondern auch getanzt wird, war in der „bewegten Konzertpause“ zu sehen: Die Tanz-AG unter der Leitung von Diane König führte eine sauber synchronisierte Choreografie zum Hit „One Shot“ auf.

Zwar stand die Big-Band-Musik im Vordergrund des Konzertabends, doch auch weitere Formationen des LUG trugen zum bunten Programm des Abends bei: So musizierte das über 20-köpfige Blechbläserensemble ein fein abgestimmtes Medley aus Disney-Filmmusik-Titeln. Weiche und warme Klänge der Hörner und Tuben bei „Circle of Life“ und „Beauty and the Beast“ kontrastierten mit scharfen Trompeten- und Posaunenpassagen bei „Friend like me“. Bereichernde Klangfarben lieferten hier Stab­spieler Paul Russ an Glockenspiel und Xylofon sowie Dominik Jung am Drum-Set. Begleitet von einer kleineren Band-Besetzung der Jazz/Rock-Combo des LUG wusste Sänger Niklas Kuntz mit dem Titel „Soul Man“ zu unterhalten.

Schließlich richtete sich die Big Band des LUG auf der Bühne ein, um nach zwei Stunden den Schlusspunkt des Abends zu setzen. Die über 40 Musiker starke Formation strahlte Spielfreude aus und arbeitete sich durch verschiedene Nummern aus Funk, Rock und Latin. Beeindruckend war der schnelle, komplexe Swing-Titel „Work Song“ von Nat Adderley, bei dem Lea Karsunke an der Trompete und David Simon am Altsax solistisch glänzen konnten. In „Maputo“ von Marcus Miller kamen auch getragene Passagen zum Klingen und boten Johannes Henning (Bass) und Patrick Luik (Gitarre) im Soloteil Entfaltungsraum, bevor mit satten Posaunenklängen um Samuel Rothschink und Karl König der Funktitel „Backatown“ gespielt wurde. Der Band steht nach den Ferien ein großer Umbruch bevor, da elf Musiker die Schule verlassen. pm

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