Kirchheim

Seit 25 Jahren kostet das Lesevergnügen Geld

Foto: markus Brändli
Foto: markus Brändli

Keine Ausleihgebühren für Bücher aus der Bibliothek - heutzutage kaum mehr vorstellbar. Bis ins Jahr 1994 war dies jedoch völlig normal. Doch nicht mehr lange: Vor genau 25 Jahren brachte der Teckbote einen Artikel zur Einführung von Ausleihgebühren. „Die Flucht aus dem Alltag hat künftig ihren Preis“, heißt es in der Zeitungsausgabe vom 30. April 1994 des Teckbotens. Ab dem 1. Juli durften nur noch Kinder bis zu 16 Jahren kostenlos die Werke der Stadtbücherei ausleihen. Für erwachsene Nutzer wurde eine Jahresgebühr von 20 Mark eingeführt. Umgerechnet sind dies 10,23 Euro. Heute liegt die Summe bei 22 Euro. Ziel war damals schon, sich der „Kostendeckung“ zu nähern. Die Stadt Kirchheim rechnete durch die Einführung der Ausleihgebühren mit Mehreinnahmen von circa 160 000 Mark pro Haushaltsjahr. Der Beliebheit der Einrichtung für Leserratten schadete die Einführung der Gebühren damals nicht.Alicia Schaub


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