Kirchheim

„Singen für den Frieden“

Friedensaktion Lehrer und Schüler der Musikschule Kirchheim sangen sich bei ihrem Auftritt vor dem Rathaus in die Herzen der Kirchheimer. Von Anja Schulenburg

Mitmachen erwünscht: Dank ausgeteilterSongtexte konnte das Publikum in die Lieder einstimmen.  Foto: Anja Schulenburg

Etliche Menschen haben sich am Samstagmorgen vor dem Rathaus eingefunden. Gespannt beobachteten sie den Soundcheck der Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer der Kirchheimer Musikschule. Diese hatte zu einem spontanen, gemeinsamen „Singen für den Frieden“ aufgerufen.

„Es ist mir eine Ehre, ein Teil dieser Veranstaltung zu sein,“ begrüßte die neue Musikschulleiterin Daniela Rathay das Publikum und gab das Mikrofon an Gesangslehrerin Andrea Wahl weiter. „Wir hatten nicht viel Zeit, uns vorzubereiten, bekamen von der Stadt eine spontane Sondergenehmigung und jetzt stehen wir hier und zählen auf Euch“, erklärte diese schmunzelnd.

 

Heute singt niemand falsch, es gibt nur Töne, die von Herzen kommen.
Gesangslehrerin Andrea Wahl

Frei nach dem Motto „Heute singt niemand falsch, es gibt nur Töne, die von Herzen kommen“ stimmte Wahl sogleich den ersten Song „Imagine“ von Beatles-Legende und Friedensaktivist John Lennon an. Gemeinsam ermunterten Lehrer und Schüler die Anwesenden zum Einstimmen und Mitsingen. Wer die Songtexte nicht kannte, konnte sie bequem von den vorab ausgeteilte Liedtexten ablesen.

Vor dem Rathaus wurde zusammen gesummt, gesungen, gelacht und auch geweint. Menschen jeden Alters gesellten sich langsam hinzu. Kinder tanzten vergnügt und die Erwachsenen wiegten sich zu „Sag mir, wo die Blumen sind“. Songs wie „We are the world“ oder Bette Midlers „From a distance“ klangen sanft durch Kirchheims Innenstadt und manch vorbeischlendernder Marktbesucher blieb am Rathaus stehen und lauschte ergriffen.

„Wozu sind denn Kriege da?“

Die glasklaren Stimmen von Eva, Emma, Leonie, Kati, Saskia, Kaia und Marlene taten ihr Übriges. Selbstbewusst und voller Inbrunst sangen die Gesangsschülerinnen im Zeichen ihrer Botschaft: Friede und Gerechtigkeit für alle Menschen, egal welcher Herkunft und Gesinnung. Und so zitierten sie aus dem Artikel eins und drei des Grundrechts und sorgten mit Udo Lindenbergs Songs „Komm, wir ziehen in den Frieden“ und „Wozu sind denn Kriege da?“ schließlich für große Emotionen beim Publikum: Menschen waren zu Tränen gerührt und lagen sich in den Armen. Man spürte mehr denn je die Sehnsucht nach Gemeinschaft und Frieden, nicht zuletzt der bewegenden Darbietung der Musik-Schülerinnen und -Schüler geschuldet, die durch ihre Stimmen wieder einmal beeindruckten. Mit dem Song „Give peace a chance“ und Andrea Wahls Worten „Nehmt die Songs im Herzen mit nach Hause und singt sie, so oft Ihr Lust habt“, endete eine ganz besondere Stunde vor dem Kirchheimer Rathaus.

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