Kirchheim

„So dramatisch war es noch nie“

Influenza In den meisten Apotheken rund um die Teck ist und bleibt der Grippe-Impfstoff in diesem Winter knapp. Viele Kunden müssen vertröstet werden, teilweise gibt es lange Wartelisten. Von Antje Dörr

Viele Patienten müssen auf eine Impfung warten. Symbolbild: Jean-Luc Jacques
Viele Patienten müssen auf eine Impfung warten. Symbolbild: Jean-Luc Jacques

Angesichts hoher Corona-Zahlen ist die Nachfrage nach Grippe-Impfstoff ungebrochen. Offenbar zeigt der Aufruf der Politik, sich immunisieren zu lassen, nachhaltige Wirkung. Zum Leidwesen vieler Kunden kommt es häufig zu Engpässen, weil der im Frühjahr bestellte Vorrat verbraucht ist, Nachlieferungen jedoch oft auf sich warten lassen. Pneumokokken-Impfstoff, der gegen schwere Lungenentzündungen schützen soll, ist derzeit gar nicht verfügbar.

„Es ist einfach eine Katastrophe“, ...

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Wie viel Impfstoff steht zur Verfügung?

Sechs Millionen Impfdosen hat das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) in diesem Jahr zusätzlich beschafft. Zusammen mit den von Apotheken bestellten 20 Millionen Impfdosen stehen den Deutschen somit rein rechnerisch 26 Millionen Impfdosen zur Verfügung. Das teilt das Paul-Ehrlich-Institut mit, das für die Chargenfreigabe der Influenza-Impfstoffe in Deutschland zuständig ist.

Zu den zusätzlich beschafften Impfstoffen gehört „Fluzone High-Dose Quadrivalent“, ein Impfstoff in US-amerikanischer Aufmachung, der für Personen ab 65 Jahren zugelassen ist, sagt eine Sprecherin des Paul-Ehrlich-Instituts auf Anfrage. Der Impfstoff enthält die vierfache Antigenmenge und soll vorzugsweise Bewohnern von Alten- und Pflegeheimen geimpft werden. Ein weiterer zusätzlich beschaffter Impfstoff ist „Vaxigrip Tetra“ in französischer Aufmachung.

Beipackzettel und Beschriftung beider Impfstoffe sind in englischer beziehungsweise französischer Sprache. Auf der Homepage des Paul-Ehrlich-Instituts können Kunden die deutsche Übersetzung herunterladen. adö