Kirchheim

SPD verlangt Entlastung an Grundschulen

Bildung Der Kirchheimer Landtagsabgeordnete Kenner verurteilt die Streichung von über 1 000 Lehrerstellen.

Kirchheim. Der Kirchheimer SPD-Landtagsabgeordnete Andreas Kenner verlangt eine wirksame Entlastung der Grundschullehrkräfte in Baden-Württemberg, gemeinsam mit SPD-Bildungsexperte Daniel Born. Die Forderung ergebe sich nicht zuletzt aus den Ergebnissen einer am Freitag von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) vorgestellten Studie. „Wenn die Lehrkräfte weiterhin gesellschaftliche Herausforderungen meistern sollen, darf sie die Landesregierung nicht sehenden Auges ausbrennen“, mahnt Kenner. Die Integration junger Geflüchteter, die Inklusion von Kindern mit Behinderung und die erfolgreiche Gestaltung des Übergangs seien keine Aufgaben, die „mal eben nebenher erledigt werden könnten“.

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In einer Pressemitteilung des Abgeordneten heißt es, die von Grün-Schwarz zu verantwortende Streichung von 1 074 Lehrerstellen stehe in krassem Widerspruch zu den Ergebnissen der GEW-Studie. „Es werden mehr Lehrkräfte an den Grundschulen gebraucht und nicht weniger“, sagt Born. Die Studienkapazitäten an den Hochschulen müssten deshalb bedarfsgerecht ausgebaut und die Grundschulen mit mehr Deputaten sowie Pool-Stunden versorgt werden.

„Die gute Arbeit an den Grundschulen muss Grün-Schwarz mehr wert sein, denn Qualität gibt es nicht zum Nulltarif“, unterstreicht Kenner. Das Kultusministerium versuche jede Zusatzaufgabe als kostenneutrale Maßnahme zu deklarieren. „Bezahlen müssen diese schwarze Null dann die Lehrkräfte, denen man rücksichtslos immer mehr abverlangt.“

Kenner verweist auf andere Bundesländer, in denen Grundschullehrkräfte künftig nach Besoldungsstufe A 13 bezahlt werden. „Wenn Baden-Württemberg für engagierte Lehrkräfte interessant sein soll, müssen wir da nachziehen“, fordert der SPD-Bildungsexperte. Das gelte auch für Schulleiter, die an Grundschulen viel Verantwortung trügen und einen erheblichen Mehraufwand zu schultern hätten. pm