Kirchheim

Stadt puzzelt Grundstücke zusammen

Naturierung Bachläufe sollen von Betonwänden befreit werden. Dazu muss Kirchheim aber erst die Uferstreifen aufkaufen.

In Kirchheim sollen Bäche, die einst in ein Betonkorsett gezwungen wurden, wieder einen grünen Gewässerrand erhalten. Foto: Cars
In Kirchheim sollen Bäche, die einst in ein Betonkorsett gezwungen wurden, wieder einen grünen Gewässerrand erhalten. Foto: Carsten Riedl

Kirchheim. Die Stadt Kirchheim setzt ein Puzzle zusammen - und dabei handelt es sich um ein langwieriges Geduldsspiel. Konkret geht es darum, dass Bäche, die einst in ein Betonkorsett gezwungen wurden, wieder einen grünen Gewässerrand erhalten. Deshalb hat sich der Ausschuss für Infrastruktur, Wirtschaft und Umwelt einstimmig dazu entschlossen, dass die Stadt für ein Teilgrundstück in der Pfaffenhalde das Vorkaufsrecht ausüben soll.

Diese 81 Quadratmeter entlang des Jauchertsbachs lassen sich aber nicht sofort renaturieren. Vielmehr kommt es darauf an, dass die Stadt eines Tages Eigentümerin sämtlicher Teilgrundstücke am Bach ist. Bürgermeister Günter Riemer sprach von einem „Mehrgenerationenprojekt“, das jetzt angegangen werden soll. „Bevor wir etwas machen können, müssen alle Grundstücke in unserem Besitz sein, und dafür ist eine lange Zeit nötig.“

Auch am Jauchertbach gilt also, dass er möglicherweise erst in der nächsten Generation wieder eine ursprünglichere Form aufweisen kann: Beim Aufkauf der Grundstücke ist die Stadt noch ziemlich am Anfang. Andreas Volz

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