Kirchheim

Stadt steckt Millionen in ihre Schulen

Bildung In Kirchheim kommt die Baustelle im Rauner gut voran. Aber auch an anderen Schulstandorten wird viel investiert – vor allem in die Brandschutzsanierung. Von Andreas Volz

Am Campus Rauner ist der erste Bauabschnitt schon ziemlich weit fortgeschritten. Bis in einem halben Jahr soll die Raunerschule
Am Campus Rauner ist der erste Bauabschnitt schon ziemlich weit fortgeschritten. Bis in einem halben Jahr soll die Raunerschule den Neubau bereits beziehen können. Foto: Carsten Riedl

In den Sommerferien, die am Sonntag enden, waren die Schulgebäude nicht unbedingt in einen Dornröschenschlaf versunken: Es wurde viel gebaut, gewerkelt und saniert. Bürgermeister Günter Riemer berichtet im Gespräch über Kirchheims Schulen zunächst vom größten Bauprojekt der Stadt, am Campus Rauner. Dort entsteht für 27,4 Millionen Euro ein neuer Schulkomplex für die Rauner-Gemeinschaftsschule und für die Teck-Realschule. Der erste Bauabschnitt soll im ersten Quartal 2018 schon bezugsfertig sein: für die Klassen 5 bis 7 der Gemeinschaftsschule und die restlichen Klassen der Werkrealschule.

 

„Das läuft“, sagt Günter Riemer sichtlich zufrieden über die Bauarbeiten im Rauner. Genauso zufrieden fügt er hinzu: „Wir sind immer noch im Zeitplan. Und die Arbeiten spielen sich nicht nur in der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt ab. Auch die Schule merkt kaum was davon.“ Sobald die Raunerschule Anfang 2018 ihre jetzigen Schulgebäude geräumt hat, werden sie durch den Neubau für die Teck-Realschule ersetzt.

 

Die Realschule wird also nicht mehr allzu lange an ihrem angestammten Platz in der Aichelbergstraße bleiben. Lediglich die Teck-Grundschule behält ihr Domizil. Trotzdem investiert die Stadt dort noch 600 000 Euro in den Brandschutz. Einiges ist bereits umgesetzt, weitere Arbeiten beginnen im November. Das Schulgebäude ist in kleinere Brandabschnitte zu unterteilen. Das soll verhindern, dass im Brandfall gleich die gesamte Schule verraucht wird.

 

Auch an den Konrad-Widerholt-Schulen ist der verbesserte Brandschutz ein Thema. Besonders der freie Treppenaufgang ist problematisch für die Unterteilung in kleinere Abschnitte. Günter Riemer: „Da gibt es erste Ideen, aber noch nichts Spruchreifes. Wir bemühen uns um eine zügige Lösung.“

 

Immerhin sei die Fluchttreppe in der Konrad-Widerholt-Halle hergestellt, die aus dem Gymnastikraum im Untergeschoss direkt ins Freie führt. 180 000 Euro hat das gekostet. Der Gymnastikraum dient der Stadtkapelle vorübergehend als Probenraum, bis der Feuerwehrübungsraum im Technischen Zentrum saniert ist.

 

Am Schlossgymnasium steht ebenfalls der Brandschutz im Vordergrund. Ein Teil der Arbeiten ist bereits ausgeführt. Weiter geht es im November. Insgesamt sind dafür knapp 600 000 Euro veranschlagt. Nebenan in der Walter-Jacob-Halle hat der zweite Bauabschnitt begonnen, um die Wasserinstallation auszutauschen. 250 000 Euro sind dafür vorgesehen.

 

An der Eduard-Mörike-Schule werden künftig alle Ötlinger Schulanfänger eingeschult: Die Haldenschule nimmt erstmals keine Erstklässler mehr auf. Außerdem beginnt zum neuen Schuljahr der Ganztagsbetrieb in der Eduard-Mörike-Schule. „Die provisorische Mensa kommt in die frühere Hausmeisterwohnung - wo jetzt schon die Essensausgabe ist. Im Lauf des Schuljahrs wird dann die Mensakapazität vergrößert.“

 

2020 soll die neue Halle stehen

 

Der geplante Neubau der Eduard-Mörike-Halle könnte im ersten Quartal 2020 abgeschlossen sein. Für wirklich konkrete Aussagen ist die Planung aber noch nicht weit genug gediehen. Ähnliches gilt für die Gesamtkosten, von denen nur bekannt ist, dass sie über fünf Millionen Euro liegen.

 

Im Freihof geht es gerade darum, das Rektorat der Grundschule zu erweitern. An der Realschule werden 1,3 Millionen Euro in die Sanierung der NWT-Räume und in den Brandschutz im Fachklassentrakt investiert, allerdings erst 2018, also frühestens in der zweiten Hälfte des neuen Schuljahrs.

Sportplätze und Schulwege

In den Ferien hat sich auch um die Kirchheimer Schulen herum einiges getan. Die teuersten Posten kamen auf jeweils 60 000 Euro: der Ersatz von Spielgeräten an der Alleenschule sowie die Sanierung des Kunststoffbelags auf dem Sportplatz am Ludwig-Uhland-Gymnasium.

Um die Schulwege hat sich die Stadt auch gekümmert: Die Fußgängerampel zwischen Teck­keller und Freibad sei umgestellt: „Die war bisher abhängig von den beiden Ampeln, die zur Umgehungsstraße führen. Aber jetzt kommt das Signal in wenigen Sekunden. Das dient der Sicherheit der Schüler“, sagt Günter Riemer. Weitere kritische Punkte gab es zuletzt baustellenbedingt auf dem Schulweg von Nabern nach Kirchheim. Auch das ist überwunden: „Da funktioniert jetzt alles ganz gut. Allenfalls bei Starkregen kann es problematisch werden.“vol

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