Kirchheim

Stoch serviert Spaghetti

Aktion Im Rahmen seiner landesweiten Reihe „Stoch packt‘s an . . .“ war der Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion im Wachthaus in Kirchheim als souveräner Kellner im Biergarten unterwegs. Von Iris Häfner

Andreas Stoch bedient die Gäste im Kirchheimer Wachthaus. Foto: Carsten Riedl
Andreas Stoch bedient die Gäste im Kirchheimer Wachthaus. Foto: Carsten Riedl

Mit Verspätung hat Andreas Stoch seinen Dienst als Service-Mann im Kirchheimer Wachthaus angetreten. Eine Sondersitzung in Stutt­gart war der Grund, weshalb er nicht pünktlich zu seinem Arbeitseinsatz erscheinen konnte. Das tat seiner guten Laune aber keinen Abbruch. Entspannt kam er in den Biergarten geschlendert, begrüßte seinen Kirchheimer Landtagskollegen Andreas Kenner und alle anderen Gäste.

Seit knapp einem Jahr ist der Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion und des SPD-Landesverbands im Rahmen seiner Reihe „Stoch packt‘s an . . .“ regelmäßig im Ländle unterwegs, um mit den Menschen bei deren Arbeit ins Gespräch zu kommen. „Im Biergarten zu bedienen macht richtig Spaß. Es herrscht eine entspannte Stimmung - das ist fast schon ein Wohlfühl-Termin“, sagte er nach etwa einer Stunde Einsatz. Er kam nicht nur mit dem Cocktail-Maker am Tresen locker ins Gespräch, sondern auch mit den Gästen im Biergarten. Nach einem Regentag war der Himmel aufgerissen, die Abendsonne ließ ihr mildes Licht über die Altstadtdächer scheinen. Dazu gab es Livemusik von Paul Lawall und Markus Geyer samt Background-Sänger Charly - erstmals seit dem Corona-Lockdown. Das freute nicht nur die Gäste, sondern vor allem auch die Musiker selbst.

Mit seiner Reihe will Andreas Stoch zeigen, dass Politiker nicht abgehoben sind und ehrlich daran interessiert sind zu erfahren, wo die Menschen der Schuh drückt. „Ich bin mir nicht zu schade, um zu arbeiten. Vor Weihnachten war ich beispielsweise als Paketbote unterwegs. So lerne ich viele Dinge kennen. Wenn ich in die Rolle eines Paketboten reinschlüpfe, bekomme ich auch die Sorgen und Nöte der Menschen mit - und deren ehrliche Meinung“, erzählt der Politiker. Er hat mittlerweile richtig Gefallen an seinen Zweit-Jobs gefunden. So war er auch morgens um 5 Uhr mit einem Bodensee-Fischer auf dem Wasser unterwegs. „Diese Authentizität hilft mir für meine politische Arbeit“, zieht er eine positive Zwischenbilanz.

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