Kirchheim

Stundenweise Familien entlasten

Demenz Seit 2011 will die Sorglos-Begleitung der Malteser das Leben von pflegenden Angehörigen leichter machen

Kirchheim. Menschen mit Demenz brauchen Zuwendung, Geduld, Wertschätzung, Einfühlungsvermögen – und ein vertrautes Umfeld. Ihre Pflege im Dauereinsatz ist eine große Herausforderung und erfordert viel Kraft. Entlastung bringt das Besuchs- und Entlastungsangebot für Menschen mit Demenz.

Beim Malteser Hilfsdienst sind derzeit 16 Demenzbegleiter im Einsatz. Sie sind nicht pflegerisch tätig, sondern bieten eine reine Begleitung an. Je nachdem, in welcher Verfassung ein demenziell veränderter Mensch ist, können ihn die Angehörigen zu bestimmten Terminen oder Anlässen nicht mitnehmen, ihn aber auch nicht alleine zu Hause lassen. Die Helfer entlasten die Angehörigen daher stundenweise. Dies ist genauso notwendig wie die Begleitung der Erkrankten, so die Koordinatorinnen des Dienstes Demenz, Kirsten Döhring und Dorothee Einselen.

Seit dem Jahr 2011 gibt es bei den Maltesern in Kirchheim die Sorglos-Begleitung. Die Kosten werden von den Pflegekassen übernommen. Nutzen können ihn Menschen ab Pflegestufe null. Die Koordinatorinnen besuchen Familien, die den Dienst in Anspruch nehmen möchten und suchen dann einen passenden Demenzbegleiter aus.

Neben der Sorglos-Begleitung zu Hause gibt es das Café Malta, das in der Geschäftsstelle der Malteser angesiedelt ist. Das Angebot ermöglicht demenziell veränderten Menschen, gemeinsam mit anderen in einer kleinen, überschaubaren Gruppe aktiv zu werden und Gruppenerfahrungen zu erleben. Bei Kaffee und Kuchen bieten Demenzbegleiter Montag und Dienstag nachmittags zwei Stunden lang verschiedene Angebote. Eine weitere Gruppe für Donnerstagnachmittag ist in Planung. Zusätzlich findet mittwochs eine Mal- und Gestaltgruppe für Menschen mit und ohne Demenz statt.

„Wir bekommen von den Angehörigen und den demenziell veränderten Menschen durchweg positive Rückmeldungen“, so Einselen und Döhring. „Sie freuen sich auf die Geselligkeit in den Gruppen oder auch, wenn jemand zu ihnen nach Hause kommt, neue Impulse mitbringt, ihnen Zeit schenkt oder einfach nur für sie da ist.“

Die Koordinatorinnen hoffen, dass sich noch weitere Interessierte finden, die bereit sind, sich zu engagieren und anschließend im Café Malta oder in der häuslichen Betreuung tätig zu werden. Um einen Einblick in die Tätigkeit zu bekommen, ist es auch möglich, in den Cafés zu „schnuppern“.pm

5 Informationen erteilen Dorothee Einselen und Kirsten Döhring, Koordinatorinnen des Dienstes Demenz, unter demenzbegleitung.kirchheim@malteser.org oder unter 0 70 21/9 59 05 20.

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