Kirchheim

Super-Sommer sorgt für volle Freibäder

Zwischenbilanz Die Freibäder in der Region sind mit der Bilanz der vergangenen Monate sehr zufrieden. Kirchheim und Weilheim peilen sechsstellige Besucherzahlen an. Von Maik Treder

Gute Stimmung herrscht nicht nur bei den Besuchern, sondern auch bei den Betreibern der Freibäder in und um Kirchheim, denn die
Gute Stimmung herrscht nicht nur bei den Besuchern, sondern auch bei den Betreibern der Freibäder in und um Kirchheim, denn die Zahlen stimmen.Fotos: Markus Brändli

Die Temperaturen steigen, die Menschen schwitzen - eigentlich die perfekte Gelegenheit sich im Freibad abzukühlen. Doch wie viele nehmen dieses Angebot tatsächlich an? Lockt die Hitzewelle auch dieses Jahr genug Badegäste in die Freibäder?

Im Schnitt zählt Kirchheims Freibad 100 000 bis 140 000 Besucher pro Saison. Laut Betriebsleiter Moritz Heitel betrug die Besucheranzahl von Saisonstart bis zum 15. August insgesamt 70 283 Badegäste. Dieser immense Rückgang liegt allerdings nicht am Wetter, sondern an den derzeitigen Sanierungsarbeiten: „Aufgrund der Instandsetzung fehlt uns der ganze Monat Mai“, erzählt Moritz Heitel. Er bleibt aber optimistisch und hofft, das Saisonziel von 100 000 Freibadgästen noch zu erreichen. Dementsprechend seien die 70 000 im Großen und Ganzen eine ansehnliche Leistung.

Ähnlich ergeht es auch dem Freibad in Wendlingen. Berechtigten Grund zur Hoffnung, die 100 000-Ziellinie zu erreichen, gibt es durchaus. 93 000 Badegäste wagten bis Ende vergangener Woche dort den Sprung ins kühle Nass.

Das Lenninger Freibad gilt als klein aber fein. Hier freut man sich über die gestiegene Nachfrage. Natürlich kann man in Oberlenningen nicht mit den Zahlen aus den größeren Städten konkurrieren. Trotzdem gibt es hier einen Rekord zu melden: Am Mittwoch verzeichneten die Betreiber dort den 23 938. Besucher in dieser Saison. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein 13-prozentiger Anstieg. In den Jahren 2016/2017 waren es noch um die 21 000 Wasserratten. „Besonders im Juli war hier viel los“, sagt David Metzger, Aufsichtsleiter vom Badebetrieb „Aqua-Fun“. Kurz vor den Ferien hatten die Schüler viel Zeit, ihre Nachmittage im Lenninger Bad zu verbringen. Außerdem trieb das heiße Wetter die Schwimmer in Scharen ins Becken. Dennoch ist es laut David Metzger schwer vorauszuahnen, ob das Ziel von 30 000 Badegästen noch erreicht wird.

Das Weilheimer hat keine Rekorde zu verbuchen. Stolze 37 000 Besucher haben sich dort bisher schon Abkühlung verschafft. Allerdings liegt der Durchschnitt bei 40 000 Menschen pro Saison. Enttäuscht ist Thomas Buck, Betriebsleiter des Weilheimer Freibads. trotzdem nicht. Er bleibt zuversichtlich, dass die Zahl der Badefans erneut die 40 000er Marke knacken. Nach der Saison ist in Weilheim erstmal Schicht im Schacht: Ab Mitte September machen sich hier Baumaschinen zu schaffen. Die Arbeiten sollen bis Ende Juni 2019 fertiggestellt sein.

Dass der aktuelle Sommer das Rekordjahr 2003 überflügelt ist unwahrscheinlich. Der Hitzerekord in Deutschland lag vor fünfzehn Jahren noch bei 40,2 Grad. Die Hitzwelle 2018 erreichte die Höchsttemperatur von 38,4 Grad. Kein allzu großer Unterschied, könne man annehmen, dennoch führt er zu minimalen Abweichungen in den Besucherstatistiken der Freibäder.

Klar ist jetzt schon: Die Freibäder profitieren vom Super-Sommer. Im Vergleich zum Vorjahr schneidet die Zwischenbilanz so gut wie überall wesentlich besser ab. Wenn die hohen Temperaturen weiter für Adria-Feeling sorgen, sind noch jede Menge Rekorde drin.

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