Kirchheim

Fühlen Sie sich ernst genommen?

Kirchheim. Man könnte sagen, Andreas Schwarz ist ein lokaler Promi. Zumindest ist er der einzige Kirchheimer, der es zum Fraktionsvorsitzenden der Grünen im Stuttgarter Landtag geschafft hat. Wenn man aber junge Menschen auf der Straße nach seinem Namen fragt, haben sie ihn noch nie gehört. Ist das die Politikverdrossenheit der Jugend, von der man so viel hört? Und wenn nicht, was beschäftigt junge Menschen dann? Der Teckbote hat nachgefragt. mona

 

Blendin Jusufi (19): „Ich interessiere mich schon für Politik. Aber es sind einfach zu viele Informationen, die Namen kann man sich nicht merken. Ich würde mir wünschen, dass Jugendliche mehr von der Politik angesprochen werden, im Moment geht es vor allem um ältere Menschen. Auch in der Schule sollte das Thema eine größere Rolle spielen.“ Foto: Carsten Riedl
Kerstin Volkmar (27) „Bei meiner Arbeit als Sozialarbeiterin geht‘s vor allem um Sucht als Tabuthema. Eigentlich würde ich mich nicht als politischen Menschen bezeichnen, aber vielleicht ist jeder eine politische Person: Jeden beschäftigt etwas und jeder trifft Entscheidungen. Eines weiß ich aus Erfahrung: Die Sozialarbeit muss viel attraktiver werden.“ Foto: Carsten Riedl
Sascha Schmidt (19): „Im Moment ist die Politik für mich ehrlich gesagt langweilig. Du wirst als Jugendlicher eh nicht angehört. Es stört mich auch ein bisschen, dass unsere Themen im Tagesgeschäft eigentlich kaum eine Rolle spielen. Es geht immer um die Rente – aber darum kümmert man sich doch nicht, wenn man noch jung ist.“ Foto: Carsten Riedl
Svenja Volkmar (23): „Ich muss sagen, dass ich erst seit dem Studium mit dem Thema Politik konfrontiert bin. Die Leute da oben entscheiden schließlich, was wir lernen. Es bräuchte viel mehr Aufklärung in der Schule: Man kommt da raus und stolpert in einen Beruf rein. Das könnte die Politik ändern. Viele Themen fallen unter den Tisch.“ Foto: Carsten Riedl
Hannes Heinemann (25): „Ich bin definitiv nicht so engagiert, wie ich sein könnte, auch wenn ich mich viel im Internet informiere. Wenn ich mit der Arbeit fertig bin, will ich nicht noch meinen Rest Freizeit vergeuden. Ich habe aber auch das Gefühl, dass viele Dinge, die für uns wichtig sind – wie günstige Wohnungen – in der Politik ignoriert werden.“ Foto: Carsten Riedl

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