Kirchheim

„Verkleiden“ gehört für die Kinderärztinnen dazu

Corona hat auch in der Praxis der Kinderärztinnen in Wernau den Alltag auf den Kopf gestellt. Alles ist darauf ausgerichtet, Treffen zwischen gesunden und möglicherweise infizierten Kindern zu vermeiden - und das Praxispersonal zu schützen. Zwei „Gesunden-Sprechstunden“, in denen Impfungen und Vorsorgen erledigt werden, werden umrahmt von „Infekt­blöcken“. In die „Gesunden-Sprechstunde“ darf nur, wer keinerlei Symptome zeigt, sonst wird der Termin verschoben.

Ohne Anmeldung geht nichts, mit Ausnahme der ersten halben Stunde, die als Notfallsprechstunde reserviert ist. „Die Telefone sind einfach überlastet, und ich will nicht, dass eine Mutter mit einem hoch fiebernden Kind sich die Finger blutig wählen muss“, sagt Luxenhofer.

Begegnungsverkehr kann komplett vermieden werden, denn die Praxis hat eine Hintertür und ist daher momentan Einbahnstraße. „Die Patienten dürfen vorne rein und hinten raus“, sagt Luxenhofer. Abstandhalten ist auch für wartende Patienten Pflicht. Sie werden getrennt gesetzt. Im Sommer diente der Garten als erweitertes Wartezimmer.

Schutzkleidung ist in der zweiten Welle ausreichend vorhanden. In den Infektsprechstunden arbeiten die Kinderärztinnen komplett „verkleidet“.adö

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