Kirchheim

„Viele waren bereit, zu helfen“

Dr. Joachim Hahn ist in der evangelischen Landeskirche für den Bereich der jüdisch-christlichen Zusammenarbeit zuständg. Foto: G
Dr. Joachim Hahn ist in der evangelischen Landeskirche für den Bereich der jüdisch-christlichen Zusammenarbeit zuständg. Foto: Günter Kahlert

Was versteht man unter der „Württembergischen Pfarrhauskette“?

Dr. Joachim Hahn: Württembergische Pfarrer, die sich schon anderweitig kannten, wie zum Beispiel aus der „Bekennenden Kirche“, einer kirchlichen Gegenbewegung der damaligen Zeit. Nicht alle, aber viele haben sich bereit erklärt zu helfen.

Weshalb haben Sie für Ihren Vortrag gerade das Ehepaar Krakauer ausgewählt?

Hahn: Das Buch von Max Krakauer über seine Verfolgungsgeschichte ist ein ganz einmaliges Dokument. Er hat die Pfarrer und die Pfarrhäuser beschrieben. Das ist sehr authentisch. Man kann es auch im Schulunterricht verwenden oder daraus vorlesen. Deswegen haben wir es heute in den Mittelpunkt gestellt.

Welche Rolle spielt Kirchheim dabei?

In Kirchheim gab es die Handarbeitslehrerin Martha Hünlich, die innerhalb der Pfarrhauskette Bekannte hatte. Sie wurde auch um Hilfe gebeten, speziell für Ines Krakauer. Sie konnte fünf Wochen lang bei ihr in der Wohnung unterkommen. aba

Der evangelische Pfarrer Dr. Joachim Hahn ist in der Landeskirche für den Bereich der christlich-jüdischen Zusammenarbeit zuständig.

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