Kirchheim

Vom Tischkicker bis zur Auszeit für Alleinerziehende

Soziales Die Kirchheimer Bürgerstiftung stellt mehr als 5 000 Euro für gemeinnützige Vorhaben bereit.

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Foto: Carsten Riedl

Kirchheim. Über insgesamt 5 220,40 Euro von der Kirchheimer Bürgerstiftung können sich vier Kirchheimer Vereine und Initiativen freuen. Oberbürgermeisterin Angelika Matt-Heidecker hat gestern Vertreter des Jugendtreffs „Check-In“ in Ötlingen, der Tauchgruppe-Teck, der Familienbildungsstätte und dem Mehrgenerationenhaus Linde empfangen. Ihnen überreichte die Rathauschefin symbolisch die Bewilligungsurkunden für Gelder der Bürgerstiftung. Von ihr stammt aber nur ein Teil der Spenden, rund 2 970 Euro. Der andere Teil wurde durch gezielte Aktionen gesammelt.

So bekam die Familienbildungsstätte (FBS) alleine vom Lions Club Nürtingen-Teck 1 000 Euro. Dessen Vorsitzender Erich Hartmann hat es sich dann auch nicht nehmen lassen, den Scheck persönlich an Gabriele Schäfer von der FBS zu übergeben. Sie leitet den „Treffpunkt alleinerziehender Menschen“. Die Spende ist für die kommende Wochenend-Freizeit in Erkenbrechtsweiler gedacht. Dort können 20 alleinerziehende Mütter und Väter mit ihren Kindern entspannen. Dazu gehören eine Kinderbetreuung, Gesprächsangebote für Vater oder Muter sowie gemeinsame Aktivitäten wie Spieleabende oder Lagerfeuer. „Die Familienarbeit liegt uns am Herzen“, sagt der Kirchheimer Lions-Club-Präsident Erich Hartmann. Die Spenden habe man unter anderem bei Aktionen wie dem alljährlichen Entenrennen gesammelt. Von der Stiftung kamen noch einmal 780 Euro dazu, aus Einzelspenden 300 Euro.

Die Kirchheimer Bürgerstiftung unterstützt aber auch sportliche Projekte. So hat sie bei der Tauchgruppe-Teck 1 500 Euro für Kinder-Tauchausrüstungen dazugegeben. Die Tauchfreunde wollen ihre Jugendarbeit ausbauen und mehr Jugendlichen ab 14 Jahren den Tauchsport näherbringen. Trainiert wird im Dettinger Hallenbad, Tauchgänge finden im Bodensee oder im Rheintal statt.

Manchmal sind es auch relativ kleine Dinge, die von großer Bedeutung sind. So hat sich der Ötlinger Jugendtreff „Check-In“ des Vereins Brückenhaus einen neuen Tischkicker gewünscht. Der kostet knapp über 1 000 Euro, über Spenden sind 345 Euro zusammengekommen, da hat die Bürgerstiftung noch 745 Euro dazugegeben. Im „Check-In“ stehen Sozialarbeiter Jugendlichen mit Rat und Tat zur Verfügung. Es gibt einen Kochtreff von Jugendlichen für Jugendliche oder seit einigen Jahren das Programm „Einchecken“ für junge geflüchtete Männer, vor allem aus Eritrea. Sie lernen dort spielerisch, mit dem Leben in der Fremde zurechtzukommen. Manchmal geht es einfach nur darum, aus Handy-Verträgen wieder herauszukommen. Als probates Mittel zum Treffen und „Ins-Gespräch-kommen“ erleichtert der Kicker künftig den Job der „Check-In“-Mitarbeiter.

Bekannte Einrichtungen wie das Mehrgenerationenhaus Linde haben oftmals noch andere Möglichkeiten, Zuschüsse zu bekommen. So wurde der Bedarf von 3 000 Euro für eine neue Licht- und Lautsprecheranlage weitestgehend vom Landkreis gedeckelt. Die Bürgerstiftung der Stadt Kirchheim „musste“ nur noch 165 Euro zuschießen. Aber auch Kleinvieh macht bekanntlich Mist.

Seit ihrer Gründung 2002 hat die Stiftung gemeinnützige Vorhaben in der Stadt mit rund 270 000 Euro unterstützt. „Es nötigt mir immer wieder Respekt ab, welche Vielfalt an Angeboten wir in Kirchheim abbilden können“, sagt Angelika Matt-Heidecker. Auch Dank der Bürgerstiftung, die unter anderem jedes Jahr von der Schöllkopf-Foundation des Kirchheimer Unternehmers in den USA 10 000 Dollar bekommt. Thomas Zapp

Informationen zur Bürgerstiftung finden sich im Internet auf www.kirchheim-teck.de/ buergerstiftung

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