Kirchheim

Kathi kocht: Rezeptserie für die Osterferien

Bärlauchpesto: Vom Wald auf den Teller

Foto: Katharina Daiss
Foto: Katharina Daiss

Spaziergängern begegnet er in diesen Wochen auf ihren Streifzügen: Bärlauchduft, der unverkennbar durch die kühle Waldluft strömt. Ein Handsträußchen darf man in der Regel von seinen Ausflügen mitbringen. Natürlich nicht im Übermaß, denn der Wald sollte geschont werden und hamstern ist nie die feine Art. Vorsicht ist auch geboten, denn die schmackhaften Blätter dürfen auf keinen Fall mit giftigen Pflanzen wie dem Maiglöckchen oder der Herbstzeitlosen verwechselt werden. Daheim angekommen ist es ratsam, die frischen Blätter gut abzuwaschen und sogar mit heißem Wasser zu überbrühen. Dann ist er endlich einsatzbereit. Als Pesto gemeinsam mit gerösteten Pinienkernen schmeckt der Bärlauch herrlich über Nudeln oder zu Fleisch, verfeinert aber auch Flammkuchen oder Brot. Ein schöner Nebeneffekt ist, dass Bärlauch den Stoffwechsel anregt. Übrigens: Außerhalb der Erntezeit des leckeren Verwandten vom Knoblauch kann man auch einfach Rucola nehmen. Deutlich weniger scharf und leicht bitter, aber eine leckere Alternative.

Zutaten: ein Strauß Bärlauch, eine Hand voll Pinienkerne, Olivenöl, etwa 30 Gramm Parmesan, Salz.

Zubereitung: Die Pinienkerne in etwas Öl bei relativ hoher Temperatur rösten. Vorsicht: von perfekt zu verbrannt dauert es nur wenige Sekunden. Dann nach und nach eine kleine Hand voll Bärlauch und ein paar Pinienkerne gemeinsam in den Mixer geben. Die Bärlauch-Pinienkern-Masse mit etwa drei Esslöffeln Ölivenöl mischen und nach und nach den Parmesan einrühren, bis eine gleichmäßige Masse entsteht. kd

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