Kirchheim

Vor 50 Jahren war der Gallusmarkt „wie gemalt“

Blick in den Teckboten aus dem Jahr 1970.
Blick in den Teckboten aus dem Jahr 1970. Foto: Jean-LUc Jacques

Kirchheim Vor genau fünfzig Jahren berichtete der Teckbote, dass sich Tausende auf dem größten Markt der Stadt tummelten, dem Gallusmarkt. Hier gab es offensichtlich für jeden Herzenswunsch den passenden Stand - damals waren es insgesamt 310. Die Verkäufer boten zu dieser Zeit vor allem Textilwaren mit reißerischen Versprechungen an. Da gab es Socken, die jahrelang halten sollten und im Dutzend billiger waren. Den Vater sollten Cordhosen locken, für die Kinder hatten die Händler warme Schlafanzüge im Angebot. Der süße Zahn der Besucher wurde mit gebrannten Mandeln und Erdnüsse zufrieden­gestellt. Auf dem Ziegelwasen lockte nicht nur der Rummel, zudem gab es dort vor fünf Jahrzehnten noch jede Menge Angebote aus dem Bereich der Landwirtschaft. An Handwerksständen wurden außerdem Hobel und Kaffeefilter feilgeboten, so wie das bei den vergangenen Gallusmärkten auch üblich war. Doch fünfzig Jahre nachdem der Artikel entstand, im Herbst 2020, kann das bunte Treiben rund um den Gallusmarkt nicht stattfinden. Angesichts der drohenden Corona-Ausbreitung soll auf jede Form des Gedränges verzichtet werden. ds


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