Kirchheim

Was lässt sich durch internes Planen sparen?

Honorare Technik- und Umweltausschuss debattiert am Beispiel des Umbaus eines Spielplatzes auf dem Schafhof über die Kosten externer Beratungen. Von Andreas Volz

Dieser Spielplatz auf dem Schafhof wird demnächst umgestaltet. Die Stadt Kirchheim nimmt dafür insgesamt 105¿000 Euro in die Han
Dieser Spielplatz auf dem Schafhof wird demnächst umgestaltet. Die Stadt Kirchheim nimmt dafür insgesamt 105¿000 Euro in die Hand. Foto: Markus Brändli

Die Stadt Kirchheim wertet den zentralen Spielplatz auf dem Schafhof auf. Als neue Geräte sind eine Tunnelrutsche, eine Doppelschaukel, eine große Hängematte und eine neue Kletterkombination vorgesehen. Außerdem soll der Spielplatz neben Schule und Gemeindehaus künftig barrierefrei zugänglich sein und zusätzliche Sitzmöglichkeiten erhalten.

Die bisherigen Spielgeräte bleiben bestehen - zumindest solange, bis sie wegen Baufälligkeit ersetzt werden müssten. Sobald dieser Zeitpunkt gekommen ist, werden sie ersatzlos abgebaut. Einzige Ausnahme ist das vorhandene Z-förmige Kletterelement: In dessen Fall ist das Ende bereits erreicht, weil die Standpfosten zu faulen beginnen. Deshalb wird dieses Gerät in der aktuellen Planung auch noch durch die neue Kletterkombination ausgetauscht.

Zur Trennung von Streetballplatz und Kinderspielgeräten sind zusätzlich ein neuer, engmaschiger Zaun sowie neue Bepflanzungen vorgesehen. Wenn der alte Spielplatz in seiner neuen Form hergestellt ist, werden zwei weitere Spielplätze auf dem Schafhof Stück für Stück abgebaut. In der Verwaltung sind diese beiden Spielplätze unter den Namen „Am Wiesenrain“ und „Steinriegelweg - Laubersberg II“ geführt. Aber auch dieser Rückbau erfolgt nicht sofort, sondern nach und nach, sobald die vorhanden Spielgeräte Schäden aufweisen, die die Sicherheit gefährden könnten.

30 Prozent Honoraranteil

Die Kosten für den gesamten Umbau des zentralen Spielplatzes, in dessen Verlauf auch die Tischtennisplatte ihren Standort verändert, liegen bei 105 000 Euro. An der Kostenfrage entzündete sich im Technik- und Umweltausschuss des Gemeinderats eine weitere Debatte um die Honorarfrage, weil der Kostenanteil für das Planungshonorar manch einem Ausschussmitglied als ungebührlich hoch erschien.

So meinte Ulrich Kübler (Freie Wähler), angesichts von 30 Prozent Honorarkosten, dass die Stadt dann gleich einen eigenen Planer einstellen könnte. Unter dem Strich wäre das möglicherweise sogar günstiger.

Bürgermeister Günter Riemer verwies auf „gesetzliche Änderungen, durch die sich Honorare für Planungsaufträge deutlich nach oben katapultiert haben“. Je günstiger ein Bauvorhaben insgesamt sei, desto höher sei der prozentuale Honoraranteil. Außerdem stellte er fest: „Angesichts der Leistung und der Verantwortung, die diese freiberuflichen Architekten erbringen und übernehmen, ist das Honorar nicht das üppigste.“ Zur möglichen Kosteneinsparung durch einen fest angestellten Planer sagte er: „Das erreichen wir dann, wenn wir jedes Jahr sechs Spielplätze planen. Bisher aber ist der Einkauf externer Planungen im Gemeinderat nie hinterfragt worden. Dafür aber wird der Personalplan jedes Jahr hinterfragt.“

Die einzige Möglichkeit, wie die Stadt beim Verhandeln über die Honorare Geld einsparen könne, bestehe darin, die Schwierigkeitsstufe eines Projekts anders zu beurteilen als der eigentliche Planer. Aus eigener Erfahrung konnte Peter Bodo Schöllkopf (SPD) in diesem Fall beitragen, dass die städtischen Bediensteten „sehr auf den Vorteil der Stadt achten“.

Am Ende hat der Ausschuss - wohl auch im Vertrauen auf das Verhandlungsgeschick der Stadt - die Ausschreibung für den Kinderspielplatz auf dem Schafhof einstimmig abgesegnet.

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