Kirchheim

Was zu tun ist, wenn die Unterlagen fehlen

Kommunalwahl Ein Ötlinger Bezirk hatte keine Stimmzettel erhalten. Die werden spätestens heute nachgeliefert.

In einem Wahlbezirk in Ötlingen waren die Stimmzettel versehentlich nicht vorab verschickt worden. Bis spätestens Samstag, 8. Juni, soll das nachgeholt werden.      Symbolfoto: Markus Brändli

Kirchheim. Ein Unglück kommt selten allein – und so wollte es der Zufall, dass im Vorfeld der Kommunalwahlen Kirchheims Teilort Ötlingen gleich zwei Mal von einem Missgeschick betroffen war: Zunächst fehlte auf den Wahlbenachrichtigungen für zwei von drei Wahlbezirken versehentlich der Hinweis auf die Ortschaftsratswahl. Alle Wahlberechtigten erhielten daraufhin ein zweites Mal die Benachrichtigung. 

Jetzt hat es den dritten Ötlinger Wahlbezirk getroffen – oder eben auch nicht getroffen: Wer im Haldenkindergarten wählt, Haldenstraße 4, hat bislang vergeblich darauf gewartet, die Stimmzettel bereits im Vorfeld zugeschickt zu bekommen. Kirchheims Wahlamtsleiter Gunnar Brenner hat die Ursache für den Fehler noch nicht gefunden. Aber er ist froh, dass dieser Fehler – wenn auch kurz vor knapp – noch rechtzeitig entdeckt wurde. Somit lässt sich das Versäumnis noch einigermaßen aufholen: Alle Wahlberechtigten im nordwestlichen Teil Ötlingens sollten spätestens am Samstag, 8. Juni, ihre Wahlunterlagen im Briefkasten finden.

Wer sie dennoch nicht bekommen haben sollte – was in Einzelfällen auch außerhalb Ötlingens vorkommen mag –, kann am Sonntag im Wahllokal alle Stimmzettel erhalten. Das einzige Problem dabei: Sinn und Zweck für den „Lieferservice“ an die Wohnanschrift ist die Vermeidung von „Staus“ im Wahllokal, weil das Ausfüllen aller Stimmzettel viel Zeit in Anspruch nimmt. Wer nun aber dennoch erst in der Wahlkabine Kreuze macht und Ziffern schreibt, muss entsprechend mehr Zeit mitbringen.

Gunnar Brenner betont ausdrücklich, in welch hohem Maß er und sein Team die Tatsache bedauern, dass es in diesem Ötlinger Wahlbezirk zur späten Zustellung der Wahlunterlagen gekommen ist. „Das war ein Fehler, den wir noch genauer analysieren müssen. Aber wir haben natürlich ein großes Interesse, dass sich möglichst viele an der Wahl beteiligen.“

Im betroffenen Ötlinger Wahlbezirk gebe es rund 1700 Wahlberechtigte. Nicht alle erhalten nun tatsächlich ihre Wahlunterlagen: „Wir haben geschaut, wer die Unterlagen für die Briefwahl beantragt hat. Da haben wir nicht noch einmal ein Paket hingeschickt.“ Gunnar Brenner geht aber dennoch von bis zu 1300 Fällen aus, in denen die Wahlunterlagen in Ötlingen jetzt nachgereicht werden.
 

Ein amtliches Dokument reicht

Ein ganz anderes Problem, das sich am Wahlsonntag stellen könnte: Wer sich auf den Weg ins Wahllokal macht und zuvor alle Stimmzettel ausgefüllt hat (bis auf den zur Europawahl, den es erst vor Ort gibt), sucht plötzlich verzweifelt die Wahlbenachrichtigung. Das ist dann aber kein Grund zur Verzweiflung: Wer sich im richtigen Wahllokal mit einem amtlichen Dokument – Personalausweis, Reisepass oder auch Führerschein – ausweisen kann, darf seine Stimmzettel abgeben.

Ein Sonderfall wäre auch dann noch denkbar: In einigen Kirchheimer Schulen befinden sich Wahllokale für zwei unterschiedliche Wahlbezirke. Nun werden aber die wenigsten wissen, die beispielsweise in der Alleenschule wählen gehen, ob sie im Wahlbezirk 201-01 oder 201-02 wohnen. Auf der Wahlbenachrichtigung steht das zwar drauf, aber die ist ja gerade nicht mehr aufzufinden. In diesem Fall empfiehlt es sich, einfach in einem der beiden Wahllokale den Ausweis zu zücken und nachzufragen, ob man dort im Wählerverzeichnis steht. Eine Übersicht über die einzelnen Wahllokale bietet zudem eine Karte im Internet unter https://www.kirchheim-teck.de/wahlen/WahllokaleAndreas Volz