Kirchheim

Weg mit dem Wegwerfgeschirr

Umwelt Stadt, Gastronomen, Bäckereien und Metzgereien wollen an einem Strang ziehen, um Plastik zu vermeiden.

Gemeinsam suchten die Akteure des Unternehmerdialogs nach Lösungen zur Plastikvermeidung. Foto: pm
Gemeinsam suchten die Akteure des Unternehmerdialogs nach Lösungen zur Plastikvermeidung. Foto: pm

Kirchheim. Nach Informationen über verschiedene Mehrwegpfandsysteme und einer angeregten Diskussion mit den anwesenden Betriebsleitungen stand beim Kirchheimer Unternehmerdialog „Mehrweggeschirr“ fest: Es braucht mehrere Lösungen. Bäckereien und die Kantine der Medius-Kliniken möchten in das Kaffeebecher-Pfandsystem „RECUP“ einsteigen. Die Metzgereien brauchen für ihre Mittagsgerichte eine Lösung, die zu ihrem Bedarf passt, und hier wäre eine gemeinsame Box wünschenswert, die möglichst in allen Metzgereien im Bereich der Tagesessen eingesetzt werden kann. Allerdings war man sich klar, dass zunächst der Markt nach geeigneten Boxen sondiert werden muss. Wünsche, Anregungen, Problemstellung - aus diesem Grund hatte die Stadtverwaltung Gastronomen, Bäckereien und Metzgereien zum Unternehmerdialog eingeladen, um einerseits über das Thema „Mehrweggeschirr“ zu informieren, aber auch, um konkrete Ideen für die Kirchheimer Betriebe zu sammeln.

Laut einer Studie des Nabu werden in Deutschland jährlich 350 000 Tonnen Abfall durch Einweggeschirr und To-go-Verpackungen produziert. „Dies müssen wir deutlich reduzieren“, sagt Klimaschutzmanagerin Dr. Beate Arman. „Nur durch das Engagement vieler können wir einen Beitrag leisten, die Umwelt weniger zu belasten.“

Die Stadtverwaltung Kirchheim hat zugesagt, die Betriebe dabei zu unterstützen. Ebenfalls mit an Bord bei dem Projekt: die Gruppe „Kirchheim plastikfrei“ und das Pädagogische Fachseminar, das den Prozess angestoßen hatte.

Mit eine Erkenntnis des Dialogs: Je mehr Betriebe mitmachen, umso erfolgreicher ist das Projekt. Deshalb sollen in den nächsten Wochen weitere Bäckereien, Kantinen, Tankstellen, Cafeterien und Metzgereien für die Zusammenarbeit gewonnen werden. pm

 

Interessierte Betriebe können sich melden und informieren bei Beate Arman, Klimaschutzmanagerin der Stadt Kirchheim, erreichbar unter der Nummer 0 70 21/50 26 15.

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