Kirchheim

Weltladen lädt zum fairen Naschen ein

Während ihrer Deutschland-Rundreise anlässlich der Fairen Woche macht die Kooperative Agropiwa aus Peru in der kommenden Woche in Kirchheim halt.

Kirchheim. Bei ihrem Besuchs im Weltladen Kirchheim in der Dettinger Straße 37 am Dienstag, 20. September, um 11.30 Uhr werden Yanet Giovana Garay Flores und Esperita Guerrero Romero von der Kleinbauern-Kooperative Agropia in Peru die vielen positiven Wirkungen, die der Faire Handel mit Bio-Kartoffelchips in ihrem Land ermöglicht, vorstellen. 90 Mitgliedsfamilien der Kleinbauernkooperative Agropia kultivieren in Höhenlagen zwischen 3 500 und 4 200 Höhenmetern mehr als 400 traditionelle Kartoffelsorten, die teilweise noch aus der Inka-Zeit stammen. Die Formen- und Farbenvielfalt der „papas nativas“, wie die traditionellen Sorten von den Bewohnern der peruanischen Anden genannt werden, reicht von weiß über blau bis rot und lila. Die Vermarktung der Kartoffeln in Form von Bio-Kartoffelchips über den Fairen Handel macht den Anbau der traditionellen, oft in Vergessenheit geratenen Sorten für die Kleinbauern wieder rentabel und verhindert Landflucht und Migration.

Dank zusätzlicher Abnahmemengen und des Verkaufs der Bio-Kartoffelchips können sich immer mehr Familien Agropia anschließen. Die mit dem Import einhergehende Zertifizierung ermöglicht den Familien zusätzliche Beratungsangebote und stabile Erzeugerpreise. Planungssicherheit und regelmäßige Fair-Trade-Prämien haben Agropia ermutigt, eine eigene Anlage aufzubauen, in der die Kartoffeln zu Bio-Chips verarbeitet und verpackt werden. Damit können die Kleinbauern erstmals direkt an der Wertschöpfung ihrer Kartoffeln teilhaben: als Verarbeiter und Exporteur. pm


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